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Dalberg, Johann Friedrich Hugo von
Blicke eines Tonkünstlers in die Musik der Geister — Mannheim, 1787

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https://doi.org/10.11588/diglit.3642#0018
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iie ihr. Sie hat zugleich, vermöge ihrer
Natur, die alle Beschränkung von Raum und
Zeit hasst , die Begierde : viele Verhaltniße
in möglichsi kfi-r&er Zeit zu schauen.
"Was die Seele in derMusik reizt ist eben
die Anschauung und VergUicbung der Ver-
hiltnisse. Was sie mehr an den entzücken-
den Pergolese , - den seraphischen Händel,
den erhabenen Gluck, als einen von den
vielen andern mit Harmonie luxurierenden
Tonsezeri» hinzieht , ist das einsache, große
Erhabene , was jene beseelt, und die Seele
in eine grösere Sphäre versezt.
Was in zusammen gesezten Stücken den
Reiz der Seele macht.t,_jstosab>en der -ver-
schasste Reichthum -'-•• jjsUrf^'r*~ kürz.era
Zeiträume. sH Q Hü?
Es ist die so wemgiHs'isenscrieii, Kiinft-
lern , Tonsezern eigene Gabe : der Seele nur
den ßfeg anxiudattten j den ße gehen ßoü, und
das übrige dem sreyen Schivung der Einbildttngi-
kfast zu iiberlajjsen. So auch in der Musik
des Lebens.
Der grose einzige Genuss der Seele ist:
Verhaltniße zm entdecken; und x.u ordnen.
 
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