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Greneck, Adam Joseph; Greneck, Franz Joseph [Oth.]
Theatrum Jurisdictionis Austriacae, oder Neu-eröfneter Schau-Platz Oesterreichischer Gerichtbarkeit: Darinnen zu ersehen Die Gerechtsamkeiten, Welche in den Erz-Hertzogthum Oesterreich unter der Enns allen Ständen ... zustehen, [...] — Wien, 1752

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https://doi.org/10.11588/diglit.4337#0289
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Von Sfbfltftung beten Untertanen. 283

@ut Nff mit eigenen IKucEe» ju befi^cn / ot>cr einem anbeten faugucJjen $t>U
ben ju ftiften fd>ulbig. Scannt aber ein ©runb* #ett nid)t tmmerbar um*
fattte / unt) na^ eigenen Jöelieben öie ©runb^olben »emerfe, fielet bern
§3ertauffet fren bie <&aä) ben einen f)6l;eren 3liei)tet anzubringen / unb beto
(Entfärbung »on bannen ju erwarten. (2)

(r^ Walter Hb. 14. tit. tj. de confuetud- Außr. (2) Idem cit. Hb. 4, tit. *(.
Finfterwald Hb. 2. obf. 47. n. t.

§. VII.

©letcrjerSeflalten wann ber <3runb*#olb feme^mnb^tucf/JftauS/Obei:
Be^aufie @ut einen Clofter / $ird)en / ober (Spittal »ermadjete/ ober »er*
fauffete, Wäre ber ©ruub* $m nid)t »erbunben btefen neuen ©runb*J£)olben
wiber feinen SBillen anzunehmen, fonbern tft befuget u)me eine getoiffe §eit $u
bejttmmen bamit er ba$ ihm entweber »ermatte ober oerfaufte ©runb*@tud:
einer anberen tauglichen $>erfof;n übertrage / tvie abermal ben Walter $u er*
fef;enr (0 GÜmo $n btefen SSerfauf unb $war in weltliche J3anbe2l«f>t unb
5£ag oorgefcfyriebeu / unb fold)eö S^eifete ofme auö btefer Urfad): Weilen
a\lt)iev in (befievveid) bictöeijllicrjfeitmc^tfäljtg ot;ne befonbetenHanbst
5ur(rli4jer i£int»illigungunbeweglicher (Butter an ftd) ju bringen , fem*
bern ba felbe bereits beren einige ober23e|ranb*XX>eiß innen fc>ätte,obec
in bao ÄÜnftige ,/ew per Teflamentum,feuper Legatwny vel alio quoeunque tiiu-
U überkommen möchte/ folc^e inner 3<t&r unbCag an bie il«nb*<0üter
3u befißen^^ige ju Deröufferenfctmlbig iff, (2)

O) Walter traft. 8. cap. 2f.8cdare detifum per re/olut. Cafar. de dat. 4.
Aug. 1716. inappend. ad confuetud. Suttinger pag. 21. (p.) Add. Refill. Caf. in
Cod. Außr. part. 1. verb. 2tbl6|ung pag. 7.

§. VIII.

23on ber ^in^ie^ung unb^cimfSUigfeitaber, j>on btt Wir biäfjeroge*
rebet/ ijt bit Zbunb 3u]tiftung fefjr uuterfd)tebcn. S)tefe bemüfhget zwar
ebenfalls ben ©runb*#olben 0011 (einen <£rb*3inn&©ut ju entweichen/ bod>
nicf)t anberft aß gegen Smpfang eines billigen $>ret§eö nad) unpartbeotfc&et
@d)a(jung , befielt fid) ber <£rb * SKed)ter im galt ber Jpeimfaüigtat nidjt
allein nid)t ju getroffen hat, fonbern noch barju bie auf 93erbefferung
beö ©runb;@tucrS angetoenbte Unfojien »erliefet, (O in ber2(b*uttb3n*
jtiftung bebarf man Feine StufjMung eines unpartb^mfcf;ett@runb;©ericf)tS,
nod) weniger eines gerichtlichen 2luSfprucl)$, fonbern ber©runb*.£)en/Wann et
rechtmäßige Urfaqjen bat, ü? »on ftc^ felber befuget; bem ©runb* Kolben
anzubefehlen, bafj er auf eine gemiffe Seit fein Srb^Sinnö ? ©ut oerfaujfe r
unb i(>m einen neuen ©runb* Kolben (teile/ ober gewärtig fene / ba$ ber
@runb;£en a\x$ tragenben 2lmt jum SSerfauf fc^reite; bann tt>ie Walter
faget: (2J) ^n fold;en 5«U roirb bem (Svunb ^mn^ugegefeen, ben
%olben von {einen <Scunben 3U erlauben, bocf> bev <8e(t«lt, b«f er ifc

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