Glöckner, Karl [Editor]; Historische Kommission für den Volksstaat Hessen [Editor]
Codex Laureshamensis (Band 3): Kopialbuch, Teil 2: Die übrigen fränkischen und die schwäbischen Gaue, Güterlisten, späte Schenkungen und Zinslisten, Gesamtregister — Darmstadt, 1936

Page: 180
DOI Page: Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/gloeckner1936bd3/0192
License: Creative Commons - Attribution - ShareAlike Use / Order
0.5
1 cm
facsimile
Hubenlisten

3682 Hube et [ Ville de Brumat.

Hee sunt ullle, que. adtinent ad Brumath2) cum omni iure, Wilre*), Bernes-
heim2), Crigesheim3), Mörlheim2) et Ratölfesheim3) cum ecclesiaa) et predio. Hoc est
frumentum quod ibidem annuatim infertur. In festo s. Martini ccc malter auene..
De molendinis lccc summeren tritici et siliginis. De decimatione et prouentu frugali,
inille summeren. Hee sunt lx hübe, ad idem pertinentes a quibus annuatim xv
talenta persoluuntur. Ibi et moneta est persoluens x talenta. Preter hec uillico de-
bentur in hub^ cum omni iure. Preconibus debentur n hübe, cum omni iure, et m
curie. in Brumath, et im mezmatben4). [In] Forastob) v malther, et v solidi. In
Niderenholz v malter et v solidi. In HoberenhoU v malter auene, et v solidi. In
Hobermaten im mezmaten. Bubulcus et porcorum custos habebunt hubam i et idem
custos porcorum specialiter habebit curiam i. Cellerarius curtim i et hubam habebit.
Hoc est frumentum quod a prefatis uillis persoluetur. De Bernesheim ccc: sumeren.
In Radolfesheim c sumeren. In Crigesheim cc sumeren. In Morsheim c sumeren.
c) De uillicatione in martio mense fratribus in Lorsa debentur x talenta ad supple-
mentum annone, ipsorum. In Doubendorphd) sunt hübe in unde dabuntur fratribus
in eodem mense scutelle et ciphi. Hoc est selguth in Brumath, ad im aratra et vim
iugera. Curie xxvi quarum queuis persoluit n denarios annuatim. In Vendenheim
xii curie libere. ab omni iure soluunt xxnii Virteil, et cc porcos inpinguatos et c uaccas.
Uinea i soluit carradas xx.

3683. [Nachtrag zu 3681!).]

Hube de Erdehe. In Brdehe sunt hübe plene xxxvn et alie xvn que operantur
in dies in ebd(omada).

Hube de Niuueren. In Niuuoren sunt hübe plene^ xxxvni et dimidia i que
operantur in dies in ebd(omada).

Hube de Cruftcla*). In Gruftela sunt hube^ vm et alie xxn que, operantur in
dies in ebd(omada).

Hube de Holtheim. In Holzeini sunt hübe v et alie xv que operantur simi-
liter, et ecclesiaf) i.

De Oberenhouuen. In") Hoberenhoue xvmi similiter operantur.

De Cleheim hübe. In Glehen hübe vi et dimidia.

De Willenstat. In Willenstat huba i et dimidia.

De Liehen2). In Liehen hübe, n et alie m.

De Clopheim. In Clopheim hübe. vm.

Hube de Grunouue. In Grunouue hübe vm.

Wertdorf. In Wertdorph3) ecclesia i et hübe vmi.

Werdolfesh(usen). In Wcrdolfeshusen4) hübe, vim.

De Rumphen/ieim. In Ru,mphenheim&) hübe xx.

Que hübe; omnes in sutnmam collecte fiunt ccxLinh).

a) Am Rande rubriziert: N(ota). b) Die Sätze sind genau na"h der Hs. abgedruckt, abgesehen
davon, daß sie Curie und Mezmathen mit Großbuchstaben schreibt. Forasto kann also nicht wohl (unter
Ergänzung von in) zum vorigen gezogen werden (IUI raezm. in f.), wie die Mannheimer Ausgabe es tut.
Vielmehr legt die Analogie der folgenden 5 Malter und 5 Solidi aus dem Niederholz u. dgl. aus dem
Oberholz nahe, daß auch die voraufgehenden 5 Malter und 5 Solidi eine Abgabe aus dem Walde sind,
und wir lesen daher: In Forasto ... c) Am Rande rubriziert: N(ota). dj p aus unvollständigem o.
e) Crustela. f) Am Rande rubriziert: N(ota). s) Ein großes I lür alle rubriziert. h) Die Summe
der Huben von nr. 3683 ist nach der Abschrift des Kopisten 2287g j offenbar ist also die Abschrift
unvollständig. — Zwei Zeilen frei.

3682] J) Die Aufzeichnung ist zu datieren nach der Verleihung der Münze in Biumat (nr. 88) im
Jabre 1000, ihren ausschließlich jungen Sprachformen zufolge auch wohl nach der Vergabung des
Orts an die Grafen v. Saarbrücken (K. 134a) um 1080; hingegen vor dem dauernden Verluste des
Gutes um 1115 (142, K 143), wo vom ganzen Besitze nur die 10 Talente als Abgabe der Münze übrig
blieben. Also wohl unter Anselm (1088 — 1102), der die curia zurückgewann (K 134b). Die späteren
Mainzer Lehen an die Grafen v. Werd nennen z. T. andere Orte, s. «Das Reicbsland» III, 139.

2) Brumat, Berstheim, Morschweiler werden 953 geschenkt, nr. 69. 3) Krautweiler, Kriegs-
heim, Rottelsheim b. Brumat. 4) Eher als «Mahden, deren Ertrag für Messen bestimmt ist» sind
gemessene M. gemeint; vgl. mhd. mez, das Maß. 3683] *) Die Aufzeichnung ist ein Nachtrag

zu 3681, sicher nach dem Jahre 823, wo die Kirche zu Holzheim an L. kam (nr. 3732a) und älter als
3682, da um 1100, als 3682 niedergeschrieben wurde, Lorsch kaum noch an alle den nachbenannten
Orten in Wetterau und Lahngau begütert war. 3682 war demnach in einen für spätere Ergänzungen
frei gebliebenen Raum der Vorlage eingetragen; ähnlich 3678 Anm. a. 2) Wüstung im Laicher Feld b.
Okarben, s. 3393f. 3) Werdorf nw. Wetzlar (nicht Wörsdorf n. Idstein). 4) Wüst Wertzhausen b.
Vollnkirchen 3099 = 3727 b vom Jahre 810 (1 mansus geschenkt). 5) Rumpenheim b. Offenbach a. M.
loading ...