Paul Graupe [Editor]
Die graphische Sammlung Ernst Troplowitz und Beiträge aus anderem Besitz: Besnard, Carrière, Daumier, Forain, Manet, Millet, Meryon, Whistler, Zorn, Klinger, Leibl, Stauffer-Bern, das vollständige Werk von Paul Herrmann, eine Gavarni-Sammlung, eine Reihe von Gaul-Bronzen ; Auktion am 14. u. 15. November 1927 (Katalog Nr. 74) — Berlin, 1927

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AUKTIONS-BEDINGUNGEN

UM DEREN GENAUE BEACHTUNG ICH BITTE

Die Versteigerung erfolgt gegen Barzahlung in Goldmark (4,20 Gold mark -
I Dollar U.S.A.). Spätere Zahlung ist nur mit meinem ausdrücklichen Einver-
ständnis zulässig und bankmäßig zu verzinsen. Das Mindestgebot und die geringste
Steigerung beträgt I Goldmark, über IOO Goldmark wird um 5 Goldmark, über
500 Goldmark um 20 Goldmark, über IOOO Goldmark um 50 Goldmark gesteigert.

Auf den Zuschlagspreis ist ein Aufgeld von 15% zu entrichten.

Das Eigentum geht erst mit der vollständigen Barzahlung des Kaufpreises oder mit
dem Eingänge der Nachricht von der vollständigen Gutschrift auf mein Postscheck-
oder Bankkonto bei mir, die Gefahr bereits mit dem Zuschlag an den Käufer über.

Ich behalte mir das Recht vor, wenn nicht spätestens eine Woche nach Schluß
der Auktion die Zahlung eingegangen ist, den Verkauf frühestens IO Tage nadi
der Versteigerung ohne Fristsetzung zu annullieren und vom säumigen Käufer
vollen Schadenersatz wegen Nichterfüllung zu verlangen.

Die versteigerten Stücke werden nach der Auktion an die Käufer ausgehändigt. In
Groß-Berlin ansässige Ersteigerer haben für Abholung ihrer Käufe selbst Sorge zu
tragen. Haftung für die Aufbewahrung verkaufter Nummern wird nicht übernommen.

Wenn zwei oder mehrere Personen zu gleicher Zeit ein und dasselbe Gebot abgeben
und die Aufforderung zur Abgabe eines höheren Gebots erfolglos bleibt, so ent-
scheidet das Los.

Kann eine Meinungsversdiiedenheit über den Zuschlag nicht sofort zwischen den
Beteiligten ausgeglichen werden, so-wird die fragliche Nummer nochmals ausgeboten.

Ich behalte mir das Recht vor, Nummern außerhalb der Reihenfolge zu versteigern,
zu trennen, zusammenzuziehen oder auszulassen.

Aufträge erbitte ich in eingeschriebenem Brief, nötigenfalls telegraphisch. Telegra-
phische Aufträge bitte ich brieflich zu bestätigen. Ich bitte um möglichst
frühzeitige Übersendung der Aufträge, so daß sie spätestens am
Vortage der Versteigerung in meinen Händen sind. Ich bemühe
mich, auch später eintreffende Aufträge richtig auszuführen,
übernehme aber keine Garantie.

Durdi die öffentliche Besichtigung an den Ausstellungstagen ist Gelegenheit ge-
boten, sich von dem Zustand der Stücke zu überzeugen; auch erteile ich gern vor-
her schriftliche Auskunft darüber. Ich kann daher nachträgliche Reklamationen
nicht berücksichtigen, obwohl auch bei sorgfältigster Bearbeitung Irrtümer in den
Katalogangaben nie ganz ausgeschlossen sind.

Bei Versendung in das Ausland wird weder eine Ausfuhrabgabe noch irgendein
besonderer Aufschlag berechnet.

Anfragen über Auktionsresultate beantworte ich nur meinen Auftraggebern.
Versandspesen trägt der Käufer.

Erfüllungsort Berlin.
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