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Kinsky, Georg; Karl Ernst Henrici <Berlin> [Editor]; Leo Liepmannssohn, Antiquariat [Editor]
Versteigerung von Musiker-Autographen aus dem Nachlaß des Herrn Kommerzienrates Wilhelm Heyer in Köln: ... durch Karl Ernst Henrici & Leo Liepmannssohn, Antiquariat, Berlin (Band 3): Donnerstag, den 29. September 1927 — Berlin, 1927

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https://doi.org/10.11588/diglit.17173#0077
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391 — Spohr, Louis. 2 eigh. Briefe m. U. Cassel, 16. Juli 1828 u. 10. Dezember 1834. Je
2 Seiten 4° nebst Adressen. (Der 2. Brief teilweise stockfleckig.)

1) An den Musikschriftsteller und Konzertsänger Gustav Nauenburg in Halle
a. S., dem er für seine Anregung zur Komposition von Gesängen für die Baßstimme dankt.
Er freue sich, in ihm „einen Musikfreund kennen zu lernen, der unsere herrliche Kunst ihrer
selbst willen liebt und nicht wie der Troß der Dilettanten nur zur Befriedigung der Eitelkeit
treibt". 2) An den Tonsetzer Ernst Lampert in Gotha mit Dank und Anerkennung für
übersandte Kompositionen und die Widmung des op. 6. „Die Variazionen sind ein tüchtiges
Bravourstück und zeigen von ausgezeichnetem Talent für diese Kompositionsgattung"; an
dem Erstlingswerk der Lieder sei dagegen einiges zu bemängeln. ,,. . . bei der traurigen und
völlig muthlosen Stimmung, in die ich durch den unerwarteten Verlust meines guten Weibes
versenkt bin", fühle er sich zu einer näheren Besprechung der Stücke außer stände.

392 — 3 eigh. Briefe m. U. Cassel, 31. Juli u. 28. Oktober 1839; 22. Mai 1842. Zusammen
7 Seiten 4°; 2 Briefe mit Adresse. (Im 3. Brief ein Stück des 2. Blattes beim Öffnen
abgerissen.)

Freundschaftliche Briefe an Kapellmeister August P o 11 in Oldenburg, dessen Wunsch nach
einem Beitrag für das von P. hrsg. Mozart-Album er trotz Arbeitsüberhäufung gern entspricht.
„. . . In der Zeitung lese ich die fast unglaubliche Nachricht, daß Liszt 60 000 Frank, sein
ganzes erspartes Vermögen, für das [Bonner] Beethoven-Denkmal hergeschenkt habe. Möchte
doch ein ähnlicher Enthusiast eine gleiche Summe dem [Salzburger] Mozart-Denkmal zu-
wenden . . .!" Im 3. Brief beklagt er sich bitter über den ihm verweigerten Urlaub zur Reise
nach England behufs Aufführung seines Oratoriums »Der Fall Babylons« auf dem Musikfest
in Norwich, erwähnt die für den Herbst geplante Einweihung des Mozart-Denkmals, seine
5., 6. u. 7. Sinfonie und andere neue Kompositionen.

393 — 2 eigh. Briefe m. U. Cassel, 19. Oktober 1846 u. 15. Oktober 1854. 1 Seite u. 3 Seiten
gr. 4°; der 2. Brief mit Adresse.

1) An den Dirigenten des Cäcilienvereins [zu Frankfurt a. M.] mit Vorschlägen zu einer
Konzertaufführung von Stücken aus dem 1. Akt der Oper »Zemire und Azor«. Bittet um bal-
dige Zurücksendung der Partitur, „da sie die einzige hier und meine Originalpartitur ist".
2) Ausführliches Antwortschreiben an den Universitätsmusikdirektor H. M. Sc h letterer
in Heidelberg, der ihn gebeten hatte, ihm bei einem beabsichtigten Wechsel seines Wirkungs-
kreises behülflich zu sein. Schlägt ihm eine Bewerbung um die z. Zt. unbesetzte Kapellmeister-
stelle in Rudolstadt vor und bedauert, ihn bei einem verregneten Besuche Heidelbergs Ende
Juni verfehlt zu haben.

394 Spontini, Gasparo, der Komponist der Oper »La Vestale«; 1774—1851.

Eigh. musik. Albumblatt (dtsch.) m. N. u. U.: „Romanze componirt von Ritter
Spontini". Berlin, 3. April 1842. 1 Seite qu. 4°.

Textanfang: „Es blühte ein Blümchen . . ." (für eine Singstimme mit Pfte.)— Heyer-
Kat. IV Nr. 597 (S. 309 u. 856).

395 — 3 eigh. Briefe (2 frz.) m. U. Paris, 28. Februar 1808 u. 26. Juni 1817; Berlin,
26. Oktober 1824. Zusammen 6 Seiten 4°; 2 Briefe mit Adressen, der 3. Brief mit grossem
Siegel.

1) An Sgr. Mortorelli, dessen wiederholte Versuche zur Anbahnung geschäftlicher
Beziehungen er ablehnt. Das Eigentumsrecht an der »Vestalin« gehöre dem Verlage Erard.
2) Angebot an Breitkopf & Härtel „d'une süperbe Symphonie" des in Rio de Janeiro
weilenden Komponisten S. Neukomm [s. Nr. 283 des Katalogs]. 3) Freundschaftsbrief an
den Universitätsmusikdirektor Fr. N a u e in Halle a. S., u. a. über den Druck des Klavier-
auszugs zu »Ferdinand Cortez« und die Übersendung der Platten seiner Duette, die er einst
(„pour faire une galanterie") für eine längst verstorbene Dame [Mme. Sophie Gay in Paris]
habe stechen lassen.

396 — 2 von seiner Gattin Celeste [geb. Erard] geschriebene Briefe (frz.) m. eigh. U.
Berlin, 11. November 1828 u. 8. Januar 1830. 3% Seiten 4°; der 2. Brief mit Adresse
und Siegel.

An [den Arzt Dr. J. H.] Feuerstein in Pirna betr. der von F. beendeten Mozart-Bio-
graphie G. N. v. Nissens. Sendet ihm Anweisungen für die Aufstellung der Subskriptionslisten,
bezweifelt den Erfolg einer geplanten französ. Ubersetzung des Buches und überweist ihm als
Subskriptionsergebnis 300 Taler zu Gunsten der Witwe Mozarts.

Auktionskatalog Nachlass Wilhelm Heyer. III.
 
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