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Hilgard, Alfred [Editor]
Urkunden zur Geschichte der Stadt Speyer — Straßburg, 1885

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https://doi.org/10.11588/diglit.2347#0245
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232 1315

heiligen getan hant zu Spire vor den burgern offenliche, do zu gegene was unser
herre kunig Lüdewig der vorgenante, zehaltenne unverbrochenliche den selben
burgern und der statd zu Spire ir friheit, hantvesten, reht und gnade, die sie hant
von bebesten, keysern und kunigen von Rome und byschofen und von unserm
herren, dem vorgenanten kunig Ludewige selber, und ir gerihte und gewonheit, die sie s
biz her braht hant, und daz wir sie dar an und vor unrehtem gewalte schirment
getruweliche und in rihtent unverzogenliche uf unsern eyt, ane alle geverde, umbe
die pene, die unser herre, der vorgeschribene kunig Ludewig, dar über gesetzet
hat, also an sinen kuniclichen briefen, die er den burgern von Spire dar über geben
hat, stat geschriben, und sollent diz verbunden sin al die wile wir lantfogt sint. m
Und gebent dar umbe den vorgenanten burgern diesen brief besigelt mit unserm
ingesigel zu eime Urkunde und vestenunge der vorgenanten dinge. Dirre brief
wart geben, do man zalte von gotes geburte drutzehen hundert iar in dem funf-
zehenden iare, an dem sunnendage nach dem ahtzehenden dage.

1315 Jan. 20 Worms. 292. a

König Ludwig verleiht den Bürgern von Speyer das Privileg, dass sie leJinbar
sollen sein und mit den Rittern allenthalben Recht sprechen dürfen.

Orig. im Speyer. St. Arch. Urk. nr. 33, pgt., mit anhängendem unverletztem Siegel. — Duplicat
elend., pgt., mit anhängendem unverl. Siegel. — Gedruckt bei Lehmann VII cap. 21, p. 666.
Liinig 14, 481. Vgl. Böhmer, Reg. Lud. 65. 20

Wir Ludowig, von gotes gnaden romischer kunig, alle wege dez riches ein
merer1, dunt kunt allen den, die disen brif sehent odir horent lesen, daz wir beste-
tigen unde bevesten unsern lieben unde den getruwen, den burgern von Spire, daz
sie lehenbere mogent sin unde urteil sprechen mogent mit den rittern allenthalben,
dez frien wir sie mit disem gegenwortigen2 brive von unsirme8 kunichlichen gewaite. 25
Unde dez zu eime Urkunde unde bestetigunge so han wir unsir kuniclich insigel
gehenket an disen brif. Der wart geben zu Wormz, an sancte Sebastianen tage,
da man zalte von gotes geburte druzehenhundert iar unde funfzehen iare, in dem
ersten iare unsers riches.

1315 Mai 16. 293. 30

Erneuerung der Verordnung von 1289 Jan. 22 über das Verfahren gegen
einen Bürger, der einen andern Bürger vor ein nicht zuständiges Gericht zu ziehen
versucht.

Orig. nebst gleichzeitiger deutscher Uebertragung im Speyer. St. Arch. Urk. nr. 229a, pgt.;
von beiden Urkunden ist das angehängte Siegel abgefallen. 35

Nos. . iudices. . consules et universi cives Spirenses universis nostris succes-
soribus.. civibus et.. incolis Spirensibus qui ad nos pertinent salutem et credere

meren: Orig. - gegewortigen: Orig. 3 wnsirme: Orig.
 
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