Hirsch, Fritz
Von den Universitätsgebäuden in Heidelberg: ein Beitrag zur Baugeschichte der Stadt — Heidelberg, 1903

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den LZäusern Lseidelbergs hat öie französische
/, I R Brandfackel eine ganze Llultur hinweggefegt.

Als in, Iahr 1700 öie Mitglieder der Univer-
sität fich wicder in Lseidelberg einfanden, sianden die Bc-
wohner inr Begriff, an Stelle der verschwundenen nrale-
rischen deutschcn Giebelhäuser, die aus dern Mittelalter noch
eine von innen nach auffen logisch entwickelte gesunde
wahrheit deutschen Genrütes trotz welschen Geschnreides
sich bewahrt hatten, jene Häuser ohne Anochen, jene
Fassaden zu bauen, die als vorgehängte Larven den wahren
Aern verdecken. Die einzelnen Ljäuserindividuen unter-
scheiden fich nun nur noch durch die Anzahl der in gleichen
Abständen wiederkehrenden Achsen. Monunrentalität wird
durch Steigerung 0es Maßstabes zu erreichen gesucht.

In den Stratzen der Stadt sah nran Iesuitenväter unr-
herschleichen, der Universität war ein klerikal-hierarchischer
Lharakter aufgexrägt.

(jesuiten-iAirch und Oesuiten-iAokbeg.

Die Iesuiten, die irn Iahre 1693 kjeidelberg verlassen
nrutzten, aber nach dern Lrieden zu R^ßwick unter dern
Schutz des von ihnen erzogenen Aurfürsten Iohanrr wilhelrn
wieder festen Luß in Ljeidelberg gefatzt hatten, karncn zu-
nächst in den Besitz des Aornrnissariathauses. Alsbald fatzten
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