Heydemann, Heinrich
Hallisches Winckelmannsprogramm (Band 6): Gigantomachie auf einer Vase aus Altamura — Halle, 1881

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Trinkgefässen Weinamphoren und Krateren ganz gewöhnlich, sei es dass sie ausschliesslich den
Vorwurf des figürlichen Schmucks bilden, sei es dass wenigstens 'eine' Seite des Geräths eine
Scene aus dem Kreise des Dionysos aufweist. Auf Hydrien, namentlich des schwarzfigurigen
Styls, sind Darstellungen wassertragender Mädchen nicht selten, gleichfalls um der Bestimmung
der dreihenkeligen Gefässe den bildlichen Ausdruck zu geben. Aus gleichem Grunde finden sich
Darstellungen vom Kredenzen des Abschieds- oder des Willkommentrunkes auf Trinkgefässen
aller Art so häufig wie möglich — und immerhin kann aucli der Maler des Weinkraters von
Altamura aus diesem Grunde die Triptolemosscene aus dem reichen Vorrath bildlicher Vorlagen
absichtlich ausgewählt haben.

Nachträgliches.

Zu S. 8. Anders aber nicht richtig deutet die dem Dionysos Gigantophonos helfenden
Thiere Robert in Kiessling-Wilamowitz Philol. Unters. V S. 22 Anm. 20.

Zu S. 11 Anm. 46. Zu dem von mir vermuthungsweise zu (Ja)fitvvg ergänzten Giganten-
namen (7) ist inzwischen noch ein zugehöriges Stück aufgefunden worden, das ich Mitte October
in Berlin sah: vor MNET2 steht ein vollständiges A und davor die schräge Hasta eines Delta
oder eines Lambda, so dass der Name in der That 'Damneus' gelautet haben mag.

Zu S. 13. Giganten mit Schlangenfüssen und Flügeln auch schon auf dem fragmentierten
Reliefstreifen aus Priene: Overbeck Gesch. der griech. Plast. 3. Auflage. II S. 102 Fig. 116 e.

Halle, Druck von E. Karras.
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