Adamy, Rudolf
Kunstdenkmäler im Grossherzogthum Hessen: Inventarisirung und beschreibende Darstellung der Werke der Architektur, Plastik, Malerei und des Kunstgewerbes bis zum Schluss des XVIII. Jahrhunderts: Provinz Oberhessen: Kreis Friedberg — Darmstadt, 1895

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BUTZBACH

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In einem Fenster des nördlichen Chores der Pfarrkirche befindet sich eine
kleine beschädigte Rundscheibe mit Malerei, die eine weibliche Figur mit zwei
Wappenschilden darstellt. Der eine noch erhaltene Schild hat die Hausmarke:
Die hölzerne U u
welche sich in schlichter,
aber würdiger Gestalt an den
nördlichen, zwischen Lang-
haus und Chorbau befind-
lichen Pfeiler lehnt, ist unter
dem Landgrafen Philipp 111.
von Butzbach ausgeführt
worden. Sie hat auf Sockeln
stehende toskanische Eck-
säulchen und zwischen die-
sen je zwei umrahmte Felder.
In zwei der unteren Felder
ist die Zeit der Herstellung
angegeben: Anno (6J7; zwei
der oberen grossen Feldei
tragen das Wappen des Land-
grafen und seiner zweiten
Gemahlin, über dem erstem
die Buchstaben : V. T . D.
M.D (Vias tuas doce me
Domine) ') und unter ihm:
P . L . Z . H (Philipp Land-
graf zu Hessen), über dem
zweiten die Buchstaben:
B .W. M . H und unter ihm:
A.M.L.Z.H.C.G.Z.D.
V. B . (Anna Margarethe,
Landgräfin zu Hessen, ge-
borene Gräfin zu Diepholz
undBronchorst.) Einigejahre
früher, 1614, ist die Orgel-
tribüne, die sich im Mittel-
schiff des Chorbaues befindet,
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