Adamy, Rudolf
Kunstdenkmäler im Grossherzogthum Hessen: Inventarisirung und beschreibende Darstellung der Werke der Architektur, Plastik, Malerei und des Kunstgewerbes bis zum Schluss des XVIII. Jahrhunderts: Provinz Oberhessen: Kreis Friedberg — Darmstadt, 1895

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MÜNZENBERG

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Seitenschiff befindet sich an der südfichen Mauer eine Reihe von Kirchen-
stühien mit fiachen erhabenen Verzierungen und den Namen ihrer Be-
sitzer auf den Lehnen: M737327 — ^722^*7*22/ — Z2223<%222rA — Z3^2r<^
—- — /V273227U — Zj7732^*v/<?373 — Zd?273^72.
An der Ostmauer des Chores dicht an der Südostecke befindet
sich das Denkmal des Joh. Daniei von Betdersheim, eine gute Bildhauer-
arbeit aus Sandstein mit der voilen Portraitßgur des Verstorbenen in
Lebensgrösse. Die Figur steht in einer halbrunden Nische mit recht-
eckiger Umrahmung auf einem Sockel, auf dessen Schild jede Spur der
ehemaligen Schrift durch Uebertünchung mit Oelfarbe verschwunden ist.
Die Brust des Ritters bedeckt ein Panzer, die Beine Schienen; den
rechten Fuss hat er vorgesetzt; in der rechten Hand hält er den Kom-
mandostab, die linke hat er an den Griff des Schwertes gelegt, welches
mit seinem Gehänge an einem Gürtel befestigt ist, dessen Schloss mit
einer Löwenmaske verziert ist. Den Hals umhüllt eine breite gefältete
Krause. Der Helm mit hochgezogenem Visir und eiserne Handschuhe
mit Schuppenfingern liegen neben dem rechten Fusse. Eine dreifache
Kette ist von der linken Schulter zur rechten Hüfte gelegt; an ihr
hängt ein ovales Medaillon mit männlichem Bildniss. Die Züge des
unbedeckten Kopfes sind ruhig und ernst. Das an sich gut gearbeitete
Werk verliert an Wirkung durch die glänzende Lackfarbe, mit der es
neuerdings wieder überstrichen worden ist. Die rechteckige Um-
rahmung besteht aus Pilastern mit ionisirenden, frei behandelten Ka-
pitälen, die ein kräftiges Gesims tragen, welches mit Giebelstücken
bekrönt ist. In dem frei gelassenen Raum zwischen letzteren steht
auf einem Sockel eine kleine Gewandhgur mit ausgestreckter Rechten;
an diesem Sockel ist ein senkrecht dreifach getheilter Schild, von
dem das Mittelstück das Bellersheim'sche Wappen, das rechte das
Hattstein'sche und das linke das Hatzfeld'sche zeigt. Ueber den
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