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Mannheim. Im „Stuttgarter Neuen Tag-
blatt“ Nr. 160 schreibt ein Ingenieur aus,
er sehne sich „nach einem eigenen Heim
und Herd, wo ein liebes Frauchen drinnen
waltet und schaltet“.

ten toll, io läuft sie doch Gefahr, daß lie lieh die

München, v. II. I„ den „Münchner Neusten
Nachrichten" Nr. 159 sucht eine „ehemalige
Hotelierstochter“ passenden Lcbcnsgefähr-

Auch wenn zu nolzen Höhen
Dich führt dal Leben Dein,
wi> werden iteti dich leben
ah Wirtel Töchterlein.

Stettin. H. In der „Hommerschen Zeitung“
Nr. 341 wird eine Botschaft des Marschalls
Pctain an die Franzosen der Levante wieder-
gegeben, in der es heißt: „Vor der Gewalt
kam die Lust.“

Wenn damit die Beziehungen der Engländer zu
den Franzoien unter de Gaulle gemeint lind, io
gibt dai allerhand zu denken.

Stuttgart. Im „Neuen Tagblatt“ Nr. 160
finden Sie folgende Anzeige: „Nicht ma-
terielle Werte, sondern einen wertvollen
Menschen wünsche ich kennen zu lernen.
Bin in gutem Industrieunternehmen tätig,
Anfang 30, Sportfigur, vielseitig inte ress,
und sehne mich nach einer Idealehe.“

Da ah Alter nur „Anfang jo" angegeben ilt, ver-

Greiz. In der „Grcizer Zeitung“ Nr. 131 lesen
wir unter Familiennachrichten: „Aufgebote:
R. W. Fr. mit A. K. K., beide Mies.“

Wenn die beiden jetzt mici lind, ilt ei höchitt
Zeit daß lie heiraten.

Zoppot. W. D.: In der „Kasino-Zeitung“ Nr. 6
lesen wir folgendes Gesuch: „Partner!in),
Barkapital RM 2000 sofort gesucht. Täglich
zufriedenstellende Einnahmen. Evtl. System-
Verkauf. Kostenlose Verführung in Berlin.“

Eine Partnerin mit iooo RM bar geiucht zur
koitenloien Verführung in Berlin — dal ilt ein

Stimmt nicht

„New York Times“ meint, Churchill und
Roosevelt seien die Stützen der Zukunft.

Sie lind nur die Stützen der Vergangenheit, p: l>.
Leipzig. Im „Neuen Wiener Tagblatt“ Nr. 54
finden wir folgende Anzeige: .Junger Mann,
25 Jahre alt, wünscht Briefwechsel zwecks
späterer Ehe mit lieben Wiener Mädchen bis
zu 23 Jahren.“

Er will die Briefe wahricheinlich einem Grapho-
logen vorlegen und danach leine Auiwahl treffen.
Bielefeld. !!. K.: Oie „Westfälischen Neue-
sten Nachrichten“ Nr. 169 schreiben unter
ein Bild, das Erdarbeiten zeigt: „Kasernen
und Kasematten um Antwerpen werden ge-
schliffen.“

„Geichliffen" wurden in dielen nunmehr ge-
ichleiften Anlagen ehedem Rekruten.

Rüdcsheim. A. B. Das „Nassauer Volks-
blatt“ Nr. 164 schreibt über den Sauerwurm
bei der Rebenblüte: „Als Motte stieg es aus
der Erde und versteckt die Eier in die ge-
schlossenen Gescheine. Jetzt seilen sich die
schwarzköpfigen Würmer weinfarbig in die
Erde hinab. Kaum aber fängt die Traube
an zu schwellen, so flattert es als Motte aus
dem Grund, die Frucht mit Eiern über-
säend, aus denen nun der Sauerwurm her-
vorkriecht, der sich durch das Trauben-
fleisch miniert und die großen Schäden an-
richtet.“

Dai Wunderbare ilt dabei, daß die Würmer die
Farbe dei künftigen Weinei, aho rot oder weiß,
im voraui anzunehmen verliehen.

Stettin. E. L. In der Königsberger „Preußi-
schen Zeitung“ von Ende Mai d. J. lesen
wir: „Neuen braunen Anzug mit feinen wei-
ßen Streif, für mittl. Fig., Tür m. Beschlag,
halb verglast, gibt ab.“

Wenn die Hoientüre mit Beichlag verleben ilt,
erhöht dai lieber ihre Haltbarkeit, Verglaiung
aber halten wir für unpraktiich.

DIE

DREIZEH NSTÖ'CKIQE
PAQODE

Altcbir.isiscbt Liebeigntbiebten


Feldpost. Über „Zufälle im Krieg und Frie-
den“ sagt die „Krakauer Zeitung“ 149: „Das
Persönliche ist dabei oft von neckisch-kobold-
hafter Art, oft aber auch sehr ernst, führt
ein Unglück herbei oder verhütet es, scheint
mit überirdischen Mädchen in Verbindung zu
stehen oder gar ein Ausfluß ihres Waltens

Uberirdiich lind lie alle
untere Mädchen, glaubt ei nur,

doch der Gottheit heilge Spur;
dieiei winen die Soldaten
und lie machen lich’i zu Nutz:
treten, lorgenichwerbeladen,
unter einet Mädchen! Schutz.
Magdeburg. Die „Magdeburger Zeitung“
Nr. 131 schreibt über die Familie Willcke
u. a.: „Nach dem Tode dieses Friedrich
Willcke ließ sich die Witwe Willcke — der
Verstorbene hatte inzwischen eine zweite
Frau geheiratet — ... von dem Juden Bern-
hard Gerson ... begaunern.“

Nun wird die Geichichte dieier Familie Willcke
auch noch myiteriöi.

8 - Hanpuchrlftlelter: Curt

dorf - Z.Z. gültige Anzelgenprelzllete 3 - »rnruf: 1

1. Postscheckkonto; Berlin '

TlertclJ&hrli'

Der Kladderadatsch e

RM 3.60 zuzüglich Bestellgeld, n

ehhandlungen. Bahnhofsbuchhand .. ____

irwöchlger Frist Jeweils zum Ablauf dew Kalenderrlerteljahres.

Berlin. A. S. Sie senden uns folgende be-
merkenswerte Zeitungsnotiz: „Vom Richter
in Arta (Griechenland) wurde ein junger
Mann wegen ungebührlichen Betragens zu
14 Tagen Gefängnis verurteilt. Er hatte sei-
ner Braut ein Paar Schuhe geschenkt. Als
er sie mit einem anderen gehen sah, riß er
ihr auf offener Straße wütend die Schuhe
von den Füßen.“

Dresden. Im „Dresdner Anzeiger“ Nr. 148
lesen wir unter „Verschiedenes“: „Der kor-
pulente Herr, welcher am 17. Juni auf dem
Dampfer .Leipzig* ohne Schuhe sich in der
Kajüte aufhielt, wird von Dame um Lebens-
zeichen gebeten.“

Dai icheint ein recht gemütlichei Dickerchen zu

Leipzig. Im „Neuen Wiener Tagblatt“ Nr. 178
lesen wir: „5 stramme Jungen warten auf
einen netten Vater. Unter .Ich bin auch noch
da 6143'.“

Wai haben die itrammen Bunchen denn mit

Friedrichshafen. Im „Stuttgarter Neuen Tag-
blatt“ Nr. 113 sucht eine alleinstehende Frau,
die sich als „Lebensreformerin" bezeichnet,

Lebenireformerin — Küchenreformerin wäre
wirkungwoller.

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