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Die Kunst dem Volke <München> — 1912 (Nr. 9-12)

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https://doi.org/10.11588/diglit.21074#0169
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Abb. 4S.

Der verlorcno Sohn. Besitzer Alfred Beits, London.

Der große Krug im Strohkorbe ist leer, wie das
Gefäß in seiner Hand. Allein er öffnet die ein-
getrockneten Lippen zum frohen Lächeln, welches
ihm die baldige Befriedigung des quälenden Dur-
ftes entlockt. Den Eindruck der sengenden Kraft
der Sonne betont die reiche Lichtverteilung, die
nur wenige, aber tiefe Schatten aufkommen läßt.

Die letzte Darstellung, im Befitze Alfred Beits
in London (Abb. 46), dürfte man als Minne-
garten des 17. Jahrhunderts bezeichnen. Ein
vornehmes Paar fitzt an wohlbesetzter Tafel unter
der Säulenhalle eines Palastes. Ein gespanntes
Tuch wehrt den Sonnenstrahlen. Am oberen
Ende der Tasel hat eine Hofdame Platz genom-
men. Hinter ihr bringt ein Diener auf silberner
Platte, in den hoch erhobenen Händen ein Gericht,
während links ein solcher den Wein kredenzt und
ein Lautenspieler in der Ecke die Saiten seines
Jnstrumentes bewegt. Das volle Sonnenlicht
beleuchtet die Szene heiteren Lebensgenufses,

sendet ihre Strahlen über dk
Hof und die Baumwipst
Parkes. Jn der Tat hande
lorenen Sohn beim Schma
Malerei die Schriftworte:
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derbe, selbst triviale Szenei
zart, fast schüchtern hat es
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und seinem müden Gesichtss
einen Hinweis auf dessen
Groß und mannigfaltig
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Bilde vorgeführt wurden.
nur ein kleinen Teil seim
kennen gelernt. Curtis genck
481 größere Gemälde des §s
zu dieser Zahl noch dieje
fanges und dieSchulbilder,
werk eines einzigen Manne
 
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