Rudolph Lepke's Kunst-Auctions-Haus <Berlin> [Editor]
Gemälde alter und neuerer Meister aus norddeutschem Museumsbesitz und Einzelbeiträge: Antiquitäten, Bildwerke in Holz, Marmor und Bronze ; Brüsseler Gobelin, 16. Jahrh., Möbel, Porzellan: Gruppen, Figuren, Geschirr ; Gläser des 17. bis 18. Jahrh., Miniaturen, Kleinkunst u. a. ; Versteigerung: Dienstag, den 25. November 1924, Mittwoch, den 26. November 1924 (Katalog Nr. 1926) — Berlin, 1924

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158. Holzfigur, bunt bemalt und vergoldet: Bärtiger Heiliger in geistlicher Tracht. 18. Jahrh.
H. 60 cm. (Hände fehlen.)

154. Holzgeschnitztes Doppelwappen in Akanthusumrahmung, bunt bemalt. Allianzwappen
Pflugk und Arnstädt. 18. Jahrh.

155. Große Bronzeplakette, vergoldet. Kreuzabnahme. Figurenreiche Komposition, Relief
von verschiedener Höhe, fein ziseliert. Gr. 22X12 cm. Deutsch, 17. Jahrh. Gerahmt

156. Schildpattisch, rechteckig. Ganz belegt mit rechteckigen Platten, geometrische Muste-
rung und ähnliche Motive. Italienisch, 17. Jahrh. (Unwesentlich beschädigt.)

157. Große Meißener Biskuitfigur eines nackten Knäbleins mit Ährenbündel. H. 68 cm.

158. Große Meißener Tierfigur: Ziegenbock, liegend, den Kopf zurückwendend. Nach
einer der großen Kändler’schen Tierfiguren von 1733-84. H. 58, Lg 75 cm.

159-160. Ein Paar Meißener Gruppen: Rhein und Elbe. Beide nach antiker Weise als
schilfbekränzte alte Männer gebildet, in halbliegender Stellung, mit Urne und Ruder,
im Füllhorn Reben und Früchte bzw. Ähren und Blumen. Auf dem länglichen Sockel
mit Blumenbelag bei „Elbe“ ein Bienenkorb. Schwertermarke. Mitte 18. Jahrh.
Modelle von Kändler. Länge 17,5 cm. (Am Beiwerk geringfügige Beschädigungen.)

Abbildung Tafel 10.

161-162. Ein Paar Frankenthaler Salzfässer. Auf goldgehöhtem Rocaille-Sockel je zwei
Körbchen als Näpfe mit Purpurblumen; ein Knabe mit Vogelbauer bzw. ein kleines
Mädchen mit einem Stieglitz als Kavalier und Dame gekleidet, sitzen auf den Körben.
Blaumarke: C. T. mit Krone, eingeritzt NI bzw. N Z. Um 1760. Modelle von Joh.
Fr. Lück. H. 11,5 cm. Abbildung Tafel 10.

163. Höchster Doppelleuchter. Aus dem Rocaillesockel wachsen zwei Leuchterarme empor,
die ein sitzender Chinese umfängt, nach rechts in die Höhe blickend; weißer, rot-
gefütterter Spitzhut, gestreiftes Untergewand, braun-goldene Schärpe, pelzgefütterter
grüner Mantel, hellblaue Hosen, Schuhe. Gold- und Purpurhöhung. Blaumarke: Rad
mit Krone. Um 1755. H. 21 cm. (Die Leuchter repariert.) Abbildung Tafel 10.

164-165. Ein Paar Meißener Figuren; Chinese und Chinesin. Er spielt in stark bewegter
Stellung die Laute, sie die Drehleier; beide tragen einen pelzgefütterten blauen Mantel
' mit violetter Schärpe, einen Spitzhut aus Blättern und gelbe Schuhe, das weiße Unter-
gewand bei der Frau mit Blumen bemalt, der Mann hat an der Schärpe einen Deckel-
kasten umgehängt. Goldgehöhte Rocaille-Sockel, hinter der Frau eine Kaktuspflanze
in Vase. Schwertermarke. Um 1755. Modelle von Fr. El. Meyer. IT. 18 cm.
(Blätter leicht beschädigt und repariert.) Abbildung Tafel 10.

166. Ludwigsburger Gruppe: Die Wahrsagerin. Ein junger Mann reicht ihr die linke

Hand, deren Linien sie aufmerksam betrachtet, beide stehend. Sie trägt ein violettes
Gewand, er eine klein gemusterte Jacke, gelbe Hosen und schwarze Stiefel. Hinter
den Figuren auf einem Dreifuß Vase mit brennenden Holzscheiten. Rechteckiger
marmorierter Sockel. Blaumarke, Malerzeichen: S in Grün, eingeritztes Modelleurzeichen:
I F C : 3 Wm. Um 1775. H. 215 cm. (Sockel gesprungen, eine Hand beschädigt.)

Abbildung Tafel 9.

167. Wiener Gruppe: Fortuna auf naturalistisch bemaltem, felsigem Terrain, vor einem

knorrigen, spärlich belaubten Baumstamm, in halbliegender Stellung, nackt bis auf einen
violetten Gewandzippel, Perlen im Haar, aus einem braun gestreiften Pullhorn Gold-
stücke herausschüttend. Ohne Marke. Um 1760. H. 35 cm. (Blätter unwesentlich
beschädigt, Sockel gekittet.) Abbildung Tafel 9.

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