Meggendorfer-Blätter — 131.1922 (Nr. 1658-1670)

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Er spielt rvieöer

Es ist nsch nicht so lange her,
Daß Paderewski sich verschworen,
Er sehe nie im Leben mehr
Sich ans Kiavier für fremde Ghren.

2hm sei, so machte er bekannt,
Die ganze Welt total verekelt,
Seitdem er sich im Daterland
Politisch stark herumgehäkelt.

Dies tat wohl Paderewski nicht, —
Wie wär' es anders zu erklären,
Daß von Lem Schwur und dem Verzicht
Nun gan; das Gegenteil ;u hören.

Mit seinem in der ersten Hast
Beinah' verkloppten Älimperkasten
Zährt er ins Pankeeland als Gast
Und haut üort wieder auf die Tasten.

Zur unrechten Zeit

Duschke wohnt zwar mitten in der
Stadt, aber trotzdem hat er jetzt an-
gefangen, sich Lühner zu halten. Aber
er ist unzufrieden mit den Tieren. „An-
fangs haben sie ganz gut gelegt, aber
jetzt streiken die Luders. Das ist 'ne
Seltenheit, wenn ich jetzt mal ein Ei
finde."

2a, Paderewski war verstimmt,
Drum wollte er nicht musizieren;

Er wollte gar, so stark ergrimmt,
Sein 2nstrument verauktionieren.

Der Schwur erscholl, man hat's gehört,
Doch ist, wie oft, auch hier ;u merken:
Man muß auch, wenn man schon mal schwört,
Besonders sein Gedächtnis stärken.

Dorbei sind Äummer und BerLruß;

Er macht mit den so negativen
Gefühlen seines Ekels Schluß, —

Er fährt, -enn schöne Ziele riefen.

Der volle Saal, die Äasse lockt,

Da ;wingt man wohl Las Grollen nieder
Und bleibt nicht länger mehr verstockt.
Er spielt, — üer Dollar hat ihn wiederl

„Aber was wollen Sie, Lerr Dusch-
ke: die Lühner können doch nicht un-
unterbrochen das ganze Iahr hindurch
legenl"

„Beanspruche ich auch gar ntcht.
Aber sie sollen doch nicht gerade jetzt
aufhören, — grade jetzt, wo die Eier
am teuersten sind!"

Gedanensis







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