Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 1): Chronicon. Urkunden Nrn. 1 - 166, mit Vermerken, welche die Geschichte des Klosters von 764 - 1175 und mit Nachträgen bis 1181 berichten — Lorsch, 1966

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URKUNDE 165 (Reg. 3654)
(Verleihung der Mitra)

Bischof Alexander, Knecht der Knechte Gottes, entbietet dem geliebten Sohne Sige-
hard, dem Lorscher Abt, Gruß und apostolischen Segen. Mit außerordentlicher Gnade und
reicher Gabe verdient derjenige ausgezeichnet zu werden, der gegen den Hl. Petrus und
die heilige römische Kirche besonders ergeben befunden wird. Deswegen und auf Grund
der Auskunft, die wir über dich erhalten haben und bewogen durch die Fürbitte unserer
geliebten Söhne Petrus, des Kardinal-Priesters vom Titel der Hl. Susanna und Otto (von
Wittelsbach), des Pfalzgrafen, gestatten wir in der gewohnten Güte des apostolischen
Stuhles dir und deinen Nachfolgern das Tragen der Mitra auf ewige Zeiten. Gegeben im
Lateran, am 15. April (1179).

URKUNDE 166 (Reg. 3655)

(Verleihung des Hirtenringes)

Bischof Alexander, Knecht der Knechte Gottes, entbietet dem geliebten Sohne Sige-
hard, dem Lorscher Abt, Gruß und apostolischen Segen. Es geziemt uns, die Bitten der-
jenigen, welche in der Kirche Gottes infolge ihrer Verdienste einen höheren Rang inne-
haben und sich als besonders ergeben gegen die römische Kirche bewährt haben, desto
eher zu erhöhen. Das ist auch der Grund, weshalb wir, bewogen durch die Fürbitte un-
seres ehrwürdigen Bruders Konrad, des Erzbischofs von Salzburg, des Gesandten des apo-
stolischen Stuhles, deines Blutsverwandten, infolge der Mildtätigkeit des apostolischen
Stuhles geruhten, dir und deinen Nachfolgern das Tragen des Hirtenringes zu bewilligen.
Gegeben zu Viterbo am 14. Juli (1181).

(EPILOG)

Herrlich bedacht mit Besitztum und Ehre, Erfolg und mit Adel
Haben die Heinriche und die Ottonen, doch erst die Ludwige
Sie, die von Karl ist gefördert, durch ihn auch zur Blüte gediehen,
Sie, die erlauchtester Herkunft und wahrlich stets würdig zu heißen:
Königsabtei, unsrer Könige Pfalz, ja ein Thronsitz der Kaiser,
Unmittelbare und freieste Tochter des römischen Stuhles.
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