Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 1): Chronicon. Urkunden Nrn. 1 - 166, mit Vermerken, welche die Geschichte des Klosters von 764 - 1175 und mit Nachträgen bis 1181 berichten — Lorsch, 1966

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deutlich gestützt. Die Auffassung über das Herrschaftsrecht war beim König und bei
seinen Untertanen eben durchaus verschieden. Auf Grund der Annahme des Königs be-
gann seine Herrschaft in Deutschland, von Frankreich getrennt, schon im Jahre 833, nach
der Meinung des Volkes aber erst sieben Jahre später.

Geographische Erörterungen hätten in großer Zahl beigegeben werden können. Wenn
jemand solche wünscht, so möge er sich mit den Werken über die alten Gaue befassen. Im
1. Bande unserer Akademischen Mitteilungen wurde mit der Veröffentlichung derartiger
Beschreibungen begonnen. Weitere werden, wenn ein gütiges Geschick es will, in den
nächsten Bänden folgen. Unseres Erachtens wird es wohl allgemein begrüßt werden, daß
wir solche nach Art eines geographischen Kommentars diesem Codex beigefügt haben.

So Gott will, werden wir auch noch Gelegenheit haben, Personen-, Orts- und Sach-
register herstellen zu können, die für die Auswertung des Codex erforderlich sind. Damit
sie dem Leser von größtmöglichem Nutzen seien, wollen wir sie als Anhang des ganzen
Werkes bringen. — Gegeben am Tage nach dem Feste der Beschneidung des Herrn 1768.

ANHANG ZUM VORWORT:
Tabellen und Genealogien:

SYSTEMATIK DER 166 URKUNDEN DES LORSCHER CHRONICON

1) Päpstliche Privilegien für Lorsch

Jahr:

Urkunde:

Aussteller :

982

80

Benedikt VII.

989

85

Johannes XV.

998

86

Gregor V.

999

73

Silvester II.

1049

122

Leo IX.

1069

127

Alexander II.

1148

151

Eugen III.

1179

164

Alexander III.

(1144

146

Lucius II. — für Neuburg)
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