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Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 2): Schenkungsurkunden Nr. 167 - 818, Oberrheingau und Ladengau — Lorsch, 1968

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https://doi.org/10.11588/diglit.20232#0146

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eine nach meinem Willen für ewig bestimmte Gabe. Ich schenke im Dorf

Suaboheim (SchwabenheimlN. nw. Heidelberg) zwei Hof reiten mit Huben und allem
Zubehör sowie all meinen Eigenbesitz in Dorf und Gemarkung, ferner einen Leibeigenen
namens Rutwin, acht Morgen Land, Hofreiten, Äcker, Wohnhäuser und Landwirt-
schaftsbauten. Ich schenke, übergebe und übertrage dies alles aus meinem gesetzlichen
Besitz in das Recht und unter die LIerrschaft des Hl. Nazarius im Namen Gottes auf
ewig zu eigen. Der Vertrag ist damit gültig geworden. Handzeichen des Burgolf, der
gebeten hat, daß diese Schenkungsurkunde ausgestellt und gefertigt werde. Handzeichen
der (Zeugen)

Engilbert,

Ruothard,

Sigibert,

Engilbert,

Ruotmar,

Willing,

Adalbold,

Racher,

Hartfrid,

Hiltdrich,

Hildibert,

Starker

Otwin,

und

Raccher,

Eberhelm.



Altwin war der Schreiber.

(Vermerk:) In einer der obigen Urkunden (Nr.

404) begegnet uns die Erwähnung

von Schenkungen in Dossenheim und Handschuhsheim. Wir hielten es nun für zweck-
mäßig, eine Urkunde hier einzufügen, die wir früher nicht gefunden und daher in der
betreffenden Reihenfolge ausgelasssen haben.

URKUNDE 439

(in der Zeit zwischen dem 9. Oktober 788 und dem 8. Oktober 789 — Reg. 2135)

Schenkung des Altman in Dossenheim unter Kaiser (richtig: König)

Karl I. und Abt Richbod

Im 21. Regierungsjahr unseres Herrn Karl, des ruhmreichen Königs, gebe ich, Alt-
man, zu meinem Seelenheil ein Almosen. Es sei nach meinem Willen auf ewige Zeiten
gereicht dem heiligen Märtyrer Gottes Nazarius, dessen Leib im Oberrheingauer Kloster
Lorsch ruht, dem der ehrwürdige Richbod als Abt vorsteht. Ich schenke in

Dossenheim (a. d. Bergstraße n. Heidelberg) und in

Hantscuhesheim (Heidelberg-Handschuhsheim) 15 Morgen Land, einen Weinberg und
überhaupt alles, was ich bisher dort besessen habe. Vom gegenwärtigen Tage an schenke,
übergebe und übertrage ich dies alles in der Absicht, daß es von heute an jener heiligen
Stätte und ihren Handlungsbevollmächtigten jederzeit erhöhten Nutzen bringe. Geschlos-
sen und gefertigt. Geschehen im Kloster Lorsch. Handzeichen des Altman, auf dessen
Ersuchen diese Schenkungsurkunde ausgestellt und gefertigt wurde. Handzeichen der
(Zeugen) Irminold, Bicco und Machelm. Ich, Isanbert, ein demütiger Mönch, habe diese
Schenkungsurkunde auf Verlangen geschrieben und unterschrieben.
 
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