Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 2): Schenkungsurkunden Nr. 167 - 818, Oberrheingau und Ladengau — Lorsch, 1968

Page: 226
DOI Page: Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/minst1968bd2/0228
License: Free access  - all rights reserved Use / Order
0.5
1 cm
facsimile
226

Sikkenheim (Mannheim-Seckenheim) vier Joch Ackerland. Die Fertigung wurde
durchgeführt. Handzeichen des Schenkgebers Hiltdibert. Handzeichen der (Zeugen)
Graman, Albald und

Gaurald, Heribert.

Hariland war der Schreiber.

URKUNDE 619 (27. Oktober 770 — Reg. 571)

Schenkung des Uodilbert unter Kaiser (richtig: König) Karl und Abt Gundeland

In Christi Namen bringe ich, Uodilbert, eine Opferspende dar. Sie diene dem Heile
meiner Seele und sei bestimmt für den heiligen Märtyrer Gottes Nazarius, dessen Leib im
Kloster Lorsch ruht, dem der ehrwürdige Herr Gundeland als Abt vorsteht. Meine Spende
soll nach meinem Willen für ewige Zeiten übergeben sein. Ich schenke ein Joch Ackerland
in

Sikkenheim (Mannheim-Seckenheim). Von heute an und künftig soll es jener heiligen
Stätte oder ihren Handlungsbevollmächtigten jederzeit zu Nutz und Frommen dienen.
Geschlossen und gefertigt. Geschehen im Kloster Lorsch, am 27. Oktober im 3. Regierungs-
jahr (770) unseres Herrn, des Königs Karl. Handzeichen des Stifters Uodilbert. Hand-
zeichen der (Zeugen) Hugebert, Uodo und Helphrich. Geschrieben von Samuel.

URKUNDE 620 (1. September 771 — Reg. 667)

Schenkung des Adalman im gleichen Dorf unter Kaiser (richtig: König)

Karl und Abt Gundeland

Ich, Adalman, mache im Hinblick auf Gott dem heiligen Märtyrer Christi Nazarius
eine Stiftung. Sein Leib ruht in dem im Oberrheingau gelegenen Kloster Lorsch, dem der
ehrwürdige Gundeland als Abt vorsteht. Ich übergebe und übertrage auf ewige Zeiten in
Sikkenheim (Mannheim-Seckenheim) zehn Joch Ackerland und in
Vitenheim (Feudenheim) eine Hof reite und vier Morgen Land zur Gänze aus meinem
Eigentumsrecht in das Besitz- und Herrenrecht des Hl. Nazarius. Gestützt auf unten-
stehende vertragliche Fertigung möge er alles im Namen Gottes auf ewige Zeiten besitzen.
Geschehen im Kloster Lorsch am 1. September im oben genannten Jahr. Handzeichen des
Adalman, der diese Schenkung machte. Handzeichen der (Zeugen) Leidrad, Erkenfrid und
Mather. Der Schreiber: Samuel.

URKUNDE 621 (20. Dezember 771 — Reg. 721)
Schenkung des Bubo im gleichen Dorf unter König Karl und Abt Gundeland

Ich, Bubo, spende im Namen Gottes und zum Seelenheile meines Bruders Dudo ein
Almosen. Ich übereigne es dem heiligen Märtyrer Christi Nazarius, der im Kloster Lorsch
ruht. Ich schenke sechs Joch Ackerland in

Sikkenheim (Mannheim-Seckenheim) und wünsche, daß sie auf ewig dahingegeben
seien. Vom gegenwärtigen Tage an und für künftig sollen sie jener Stätte erhöhten Nutzen
bringen. Urkund dessen die untenstehende Fertigung. Geschehen im Kloster Lorsch am
20. Dezember im 4. Regierungsjahr (771) des Königs Karl. Handzeichen des Bubo, der
diese Schenkung gemacht hat. Handzeichen der (Zeugen) Ruotpert, Rudolf und Ruotger.
Samuel war Schreiber.
loading ...