Minst, Karl Josef [Transl.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 2): Schenkungsurkunden Nr. 167 - 818, Oberrheingau und Ladengau — Lorsch, 1968

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URKUNDE 655 (19. Januar 825 — Reg. 3187)

Schenkung des Nanthard im nämlichen Dorf unter Kaiser Ludwig und Abt Adalung

Im Namen Gottes wollen wir, Nanthart und Reginsuint, zum Heile unserer Seelen
und der Seele des Ekkihard ein gutes Werk vollbringen. Wir machen eine nach unserem
Willen für ewige Zeiten bestimmte Zuwendung an den heiligen Märtyrer Christi Naza-
rius, dessen Leib im Kloster Lorsch ruht, dem der ehrwürdige Adalung als Abt vorsteht.
Wir schenken in

Sickenheim (Mannheim-Seckenheim) eine nahe der Kirche gelegene Hofreite und in
der Gegend zwischen

Ulvinisheim (Ilvesheim/Nk. ö. Mannheim) und Seckenheim 31 Joch Ackerland und in
Hantscuhesheim (Heidelberg-Handschuhsheim) einen Weingarten. Diese Güter über-
geben wir mit Wirkung vom gegenwärtigen Tage an aus unserem Besitzrecht in das herr-
schaftliche Eigentum des Hl. Nazarius. Im Namen Gottes möge er es immerdar besitzen.
Die Fertigung wurde durchgeführt. Geschehen im Kloster Lorsch, am 19. Januar im 11.
Regierungsjahr unseres Herrn, des Kaisers Ludwig. Handzeichen der Schenkgeber Nant-
hard und Reginsuind. Als Zeugen: Engilbert, Burgolf und Hartfrid. Als Schreiber: Altwin.

URKUNDE 656 (15. April 825 — Reg. 3192)
Schenkung des Werinher in demselben Dorf unter Kaiser Ludwig und Abt Adalung

In Gottes Namen mache ich, Werinher, zu meinem Seelenheil eine Vergabung an den
heiligen Märtyrer Christi Nazarius, dessen Leib im Kloster Lorsch ruht, dem der ehr-
würdige Adalung als Abt vorsteht. Ich bestimme, daß diese von mir geschenkten Güter
auf ewige Zeiten hingegeben sein sollen. Ich übergebe und übertrage nämlich aus meinem
Besitz- in das Eigentums- und Herrenrecht des Hl. ~N(azarius) in

Sickenheim (Mannheim-Seckenheim) und

Cilolfesheim (abgegangene Ortschaft nw. Ladenburg ö. Mannheim) 33 Morgen Land
und in

Nordonowa (Nordau in Seckenheim) Wiesen in drei Parzellen. Im Namen Gottes
möge er diese Güter auf ewige Zeiten besitzen. Von heute an und künftig sollen sie jener
heiligen Stätte zu Nutz und Frommen gedeihen. Damit diese Schenkung jederzeit un-
verbrüchliche Beständigkeit behalte, erfolgt hiermit Vertragsabschluß. Geschehen im Klo-
ster Lorsch, am 15. April im 12. Regierungsjahr (825) unseres Herrn, des Kaisers Ludwig.
Handzeichen des Werinher, welcher veranlaßt hat, daß diese Schenkungsurkunde ausge-
stellt und gefertigt werde. Handzeichen der (Zeugen) Ekkihard, Wolfbert und Adalman.
Altwin hat dies geschrieben.

URKUNDE 657 (1. März 826 — Reg. 3206
Schenkung des Faraman unter König Ludwig und Abt Adalung

Im 13. Regierungsjahr unseres Herrn Ludwig, des ruhmreichen Kaisers. Ich, Faraman,
mache zu meinem Seelenheil eine nach meinem Willen für ewige Zeiten bestimmte Ver-
gabung an den heiligen Märtyrer Christi Nazarius, dessen Leib im Oberrheingauer Kloster
Lorsch ruht, dem der ehrwürdige Adalung als Abt vorsteht. Ich schenke in

Sickenheim (Mannheim-Seckenheim) 44 Morgen und eine Rute Land von einer Hof—
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