Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 2): Schenkungsurkunden Nr. 167 - 818, Oberrheingau und Ladengau — Lorsch, 1968

Seite: 278
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URKUNDE 750 (21. Dezember 766 — Reg. 99)

Schenkung der Agana in demselben Dorf unter König Pippin und Abt Gundeland

Im gleichen Jahr (15. Königsjahr) und unter den oben genannten Fürsten (Pippin,
Gundeland) mache ich, Agana, zum Heile meiner Seele dem heiligen Märtyrer Gottes
Nazarius, der im Kloster Lorsch ruht, eine Stiftung. Ich schenke all mein Eigentum, wel-
ches ich in

Suezzingen (Schwetzingen w. Heidelberg) besitze, nämlich Äcker, Hofreiten, Felder,
Wiesen, Weiden, Wälder, Pflanzland und Brachland. Alles in seiner Gesamtheit übereigne
ich im Namen Gottes zu immerwährendem Eigentum. Geschehen in der Ortschaft Lorsch
am 21. Dezember (766). Handzeichen der Agana, welche diese Schenkung gemacht hat.
Handzeichen von Ratlach, Hartwich und Ruotbert. Wiglar hat dies geschrieben.

URKUNDE 751 (in der Zeit zwischen 768 und 779 — Reg. 443)

Schenkung des Aloher im gleichen Weiler unter Karl dem Großen

und Abt Gundeland

Im 1. Regierungsjahr Karls des Großen, des ruhmreichen Königs, unseres Herrn. Ich,
Aloher, widme dem heiligen Märtyrer Christi Nazarius, dessen Leib im Kloster Lorsch
ruht, dem der ehrwürdige Gundeland als Abt vorsteht, eine fromme Spende. Im Namen
Gottes schenke ich alles, was ich in

Suezzingen (Schzvetzingen w. Heidelberg) besitze, Hof reiten, Wohnhäuser, Herren-
häuser, landwirtschaftliche Bauten, Äcker, Felder, Wiesen, Weiden, Baumgärten, Wälder,
Wege, Wasserstellen und Wasserläufe — als ewiges Eigentum für jetzt und später. Zu
allen Zeiten möge alles dem Vorteil jener Stätte dienen. Geschehen im Kloster Lorsch mit
ordnungsgemäßer Fertigung. Handzeichen des Aloher, der diese Schenkung machte. Hand-
zeichen von Eberkar, Hucbert und Heribert. Samuel als Schreiber.

URKUNDE 752 (7. Oktober 772 — Reg. 813)
Schenkung des Wolfgang im gleichen Dorf unter König Karl und Abt Gundeland

Im 4. Regierungsjahre des nämlichen ruhmreichen Königs mache ich, Wolfgang, dem
heiligen Märtyrer des Herrn, Nazarius, dessen Leib im Kloster Lorsch ruht, das unter der
Leitung des ehrwürdigen Abtes Gundeland steht, eine nach meinem Willen für ewige
Zeiten bestimmte Stiftung in

Suezzingen (Schwetzingen w. Heidelberg). Sie erfolgt zum Seelenheile des Chram-
walaho, der mir diese Güter aus seinem eigenen Besitztum mit der Auflage übergeben
hat, sie dem genannten Märtyrer Nazarius weiterzugeben, was ich hiermit getan habe.
Es handelt sich um eine Hofreite mit allem Zubehör. Im Namen Gottes übergebe ich sie
zu ewigem Besitztum mit gegenwärtigem von mir ausgefertigtem Vertrag. Geschehen im
Kloster Lorsch am 7. Oktober (772). Handzeichen des Wolfgang, der diese Schenkung
machte. Handzeichen des Erembert. Schreiber war Samuel.
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