Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 2): Schenkungsurkunden Nr. 167 - 818, Oberrheingau und Ladengau — Lorsch, 1968

Seite: 299
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15. April im 5. Regierungsjahr (818) unseres Herrn, des Kaisers Ludwig. Handzeichen
von Rutgang, Otbert und Adelbert, welche diese Schenkung tätigten und gebeten haben,
daß sie schriftlich festgelegt werde. Handzeichen der (Zeugen) Engilbert, Hadubert und
Erkanbert. Altwin war der Schreiber.

URKUNDE 808 (23. März 867 — Reg. 3474)

Schenkung des Engilbert im gleichen Dorf unter König Ludwig
(dem Deutschen) und Abt Tiethroch

(Vgl. Urk. Nr. 805)

Im Jahre 867 nach des Herrn Fleischwerdung und im 27. Regierungsjahre des Königs
Ludwig. Ich, Engilbert, mache eine fromme Vergabung an den heiligen Märtyrer Christi
Nazarius, dessen Leib im Kloster Lorsch ruht, dem der ehrwürdige Herr Tiethroch als Abt
vorsteht. Die nach meinem Willen für ewige Zeiten bestimmte Zuwendung diene meinem
und meiner Eltern Seelenheil. Ich schenke in

Nuzlohen (Nußloch s. Heidelberg) eine Herrenhube, drei Hörigenhuben, einen Wein-
berg mit einem Ertrag von einem Fuder Wein, sieben Leibeigene: Rather und Beldila,
Racher, Ruodolf und seine Frau Friderad und zwei Söhne. All das oben Genannte über-
gebe und übertrage ich in der Weise, daß ihr von heute an freie Vollmacht haben sollt,
damit zum Nutzen des Klosters zu machen, was ihr wollt. Auf Grund ordnungsgemäßer
Verbriefung soll diese Schenkung jederzeit beständig und unverletzlich bleiben. Geschehen
im Kloster Lorsch am 23. März (867). Handzeichen des Stifters Engilbert. Handzeichen der
(Zeugen) Theotrich, Folcrad, Arnold und Ibo. Schreiber war Himmi.

WIESLOCH

URKUNDE 809 (12. September 801 — Reg. 2748)
Schenkung von Meginher, Isanbert, Hartbert und Wolfsuint unter Abt Richbodo

Wir, Meginher, Isanbert, Hartbert und Wolfsuint, machen eine fromme Stiftung. Sie
sei gewidmet dem heiligen Märtyrer Nazarius, der im Kloster Lorsch ruht, dem der ehr-
würdige Herr Richbodo als Abt vorsteht. Wir übereignen das zum Seelenheile des Junc-
man, was er selbst als rechtmäßiger Besitzer uns übergeben hat, nämlich sein Besitztum
in pago lobodfonensi = im Ladengau), und zwar in

Wezzinloch (Wiesloch s. Heidelberg): eine Herrenhube mit ihren Bauwerken, darauf
wachsende Obstbäume, eine Mühle mit Umschwung und fünf Hörigenhuben. In

Botresheim (Wüstung Botzheim w. Ladenburg ö. Mannheim) schenken wir eine Her-
renhube mit ihren Bauten und eine Hörigenhube, in

Nuzloch (Nußloch s. Heidelberg) einen Weinberg und in

Hillenbach (Wüstung Höllenbach n. Heidelberg-Handschuhsheim) einen Weinberg
und 16 Leibeigene:

Rutmund und seine Frau Folcrad,
Hasalwar, Norther und seine Frau

Teothrad unds eine Frau Giseltrud mit Tochter

Uodalnüwa und deren Sohn Liobsuind,
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