Zürcher Kunstgesellschaft [Editor]
Neujahrsblatt / Zürcher Kunstgesellschaft — 1906

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ohann Albert küthi wurde um 24. Februar 1858 in Zürich
geboren als das erste Kind des damaligen Kuntthändlers Hlberf
küthi und der Ulashilde, geb. ßesj.
Schon bei den Grosjelsern Hlbers üüfhis zeigten sich künssleriTche
Begabungen, welche aus den Enkel übergingen. Sein Großvater väfer-
licherleiss war der bekannte Porträtmaler Johannes küthi in Zürich,
desien Bildnitse ihrer tresslichen Ähnlichkeit wegen besonders geschätjs
wurden. Ein Augenleiden, das ihn in den betten Satiren besiel, zwang
ihn zu seinem keidwesen, aus weitere künsslerische Betätigung zu ver-
zichsen, und veranlagte ihn, ein Flachmalereigeschäst zu übernehmen,
welches er durch unermüdliche Cätigkeit in die ßöhe brachte.
ssuch der Großvater müsterlicherseits, Psrundhausverwalter S. S.
ßesj, war Kunsfsreund, Kunsskenner und langjähriger Konservasor der
Zürcher Künttlergesellschast.
Dieter vorzügliche Illann war es, der den Knaben in den Garten
der Kuntt einsührte. Er nahm den Enkel mit in die Säle des Künttler-
gutes und zeigte ihm die Bilder, welche ssarke Eindrücke in dem
Kinde zurückliesjen, von denen es zu Baute mit sreudiger Erregung
wieder erzählte.
küfhis Vater war ebensalls talentiert. Er genosj seine künsslerische
Ausbildung in Hlünchen und liesj rieh dann als Dekorationsmaler in
Zürich nieder, wo er tüchtige Arbeiten aussührse.
Später wandte er sich dem Kunsshandel zu. Über seinen Unter-
nehmungen hat jedoch nie ein glücklicher Stern gewaltet. Vater küthi
aber war überall als überaus wifjiger und gescheiser Getellschaster
geschäfjf und betasj die betondere Gabe, originelle Illenschen in Weten,
Con und Sprache täuschend darzutfellen. Ein gutes Stück dieter ge-
tellschasfliehen Uugenden itt auch aus seinen Sohn übergegangen oder


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