Gritzner, Maximilian [Oth.]; Siebmacher, Johann [Bibliogr. antecedent]
J. Siebmacher's großes und allgemeines Wappenbuch: in einer neuen, vollständig geordneten u. reich verm. Aufl. mit heraldischen und historisch-genealogischen Erläuterungen (Band 2,11): Der Adel Deutsch-Lothringens: nach der auf urkundlichen Quellen beruhenden Sammlung des Archivraths L. Eltester in Coblenz — Nürnberg, 1873

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DER ADEL IN DEUTSCH-LOTHRINGEN.

Der nächste Stammvater der jetzt noch blühenden
Freiherrn von Warsberg' war Heinrich Alexander Freiherr
von Warsberg (geb. 1767 f 1814). Derselbe war im J,
1807 Maire zu Saarburg und 1809 vermählt mit Maria
Theresia Freiin Schenk von Schmidtburg, der Letzteu ih-
rer Linie. Sein Sohn Franz Joseph Alexander Freiherr
von Warsberg verkaufte 1889 seine schönen, Güter an der
Mosel und Saar und zog nach Süddeutschland.

Das Geschlecht gehörte wegen der Herrschaften War-
tenstein und Burweiler zur Rheinischen Reichsritterschaft,
(Canton Niederrhein).

Das Wappen der Familie ist ein schwarzer 'Schild,
darin ein gekrönter silberner Löwe.

Auf dem Helme sitzt derselbe zwischen (geschlosse-
nem) schwarzem Fluge.

Decken: Schwarzsilbern.

Ein Siegel der v. Blankenberg gen. v. Warsberg zeigt
den Löwen wachsend zwischen dem offenen Fluge.

Auch wird zwischen den Flügeln nur der gekrönte
Rumpf des Löwen gefunden.

von Winesberg.

Im J. 1869 dienten Wautiers (Walter) etWerris (Wirich)
de Winesperch freres escuyers, enfans de Mons. Philippe
de W. Chevalier, der Stadt Metz. In demselben Jahre
entschädigte die Stadt Metz die Mutter derselben wegen
des zerstörten „fort maixon de Winesperch.“

Wappen ?

von Wintringen.

Im J. 1851 steht ein Conrars de Winterenges escuier
in Diensten der Stadt Metz.

1459 kommt ein Matthias von Wintringen, Edelknecht
im Metzer und 1469 ein Mathis von Winttringen, Bellis
(Amtmann) des Bischofs Georg von Metz, im Coblenzer
Archiv urkundlich vor.

Wappen ?

von Wittringen. (Taf. 29).

Diese Familie, deren Stammsitz das Dorf W. an der
Saar bei Saargemünd war, erscheint nur im 16. Jahrhun-
dert in einer Stammtafel, in Person Eines von W„ vermählt
mit Einer von Esch gen. Siersberg.

Wappen: im rothen Schilde ein silberner, rechter,
mit 8 aneinanderhängenden, anstossenden rothen Rauten
hintereinander belegter Schrägbalken.

Auf dem Helme 2 silberne Büffelhörner, je mit den
3 Rauten.

Decken: Rothsilbern.

von Wolkeringen (Wolkerange). (Taf. 29)

Der Stammsitz dieses Geschlechts ist Burg undT)
Wolkeringen, westlich von Diedenhofen, inDeutschlothringlJ
Urkundlich erscheinen: Im J. 1220 Arnoldus de V
miles et Wilhelmus et Johannes filii ejus. 1228 A 1
W., clericus. 1257 Arnoldus de W. etc.

Die Stammreihe beginnt mit Arnold von "W. ]
dessen Sohn Arnold 1240; weiter folgend Friedrich 1
Arnold, Wilhelm 1808, Johann Gerlach 1430, J0]ij
1471. 74.

ft Patrizier di

Des Letzteren Söhne, aus der Ehe mit Catharina v. „
tingen waren Gerlach und Johann. Dieselben theilen 1485|
väterlichen Güter unter sich, so dass derErstere das Schlot
Wolckringen, die halbe Herrschaft Wolckringen und Metz®,
gen, die Herrschaft Oettweiler, die Lehen von Hettange
Sickenkis, Mondrichen, Mertzig und Bettingen, die Zehn!
ten zu Weiler zum Thurm, Eidlingen, Maccpienom
Villers, V4 des Thurms zu Ham und die Häuser zu 8t
Nabor (St. Avold) und Hessen-Püttlingen, Letzterer da.
gegen die andere Hälfte von Wolkringen und Metzingen,
die Herrschaft Dudelingen, die Lehen von Bindersdorij y«
und Hettingen-Millinck, die Zehnten zu Püttingen Moners-, m
dorf, Gelmingen und Ordinhoven, Renten zuWeimeringeu
Ginkirchen und Remelfingen Zintzich , ein Haus zu Bolj
chen und eins zu Diedenhofen, erhielt. Letzterer hin.
terliess nur eine legitime Tochter, vermählt mit
von Weyler.

Der Sohn Gerlachs war Wilhelm von W.,

1560 als der letzte männliche Sprosse der Familie

Seiner jüngeren Schwester, vermählt mit Johann
Lellich, Sohn Claudius von Lellich, war sein Erbe und
nahm, wie bereits oben erwähnt, Namen und Wappen Mo
rer von Wolkeringen zu dem seinigen an.

Das Wappen war ein silberner Schild, darin eii
rothbordirter goldener Balken, das Feld darüber schiij
roth gegittert.

Auf dem Helme ein silbern - gestülpter, rother
nierhut (fehlt auch), besetzt mit goldner Kugel,
ein schwarzer Hahnfederbusch.

Nach Siegeln im Metzer Archiv ist einmal derScÜ
quergetheilt, oben schräg roth gegittert, unten ein rotha
Balken. Das andere Mal hat der goldene Schild, i<®
zwei rothe Balken, ein goldenes Schildeshaupt,
roth gegittert ist.

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