Universitätsbibliothek <Heidelberg> [Editor]; Steiger, Uli [Oth.]
Die neuzeitlichen nichtliturgischen Handschriften des Zisterzienserklosters Salem — Wiesbaden, 2012

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Cod. Sal. VIII,18

rhain vnd luter den son gottes zuempfahen vnd anzuschawen verdienen, Dan sdlig sind
dise knecht die der herr wirt wachend finden [Lc 12,37]. 136T—137T >Register der Vorge-
setzten predigen S. Bernhardi verteilst [!].<. 137T Kolophon, s.o. bei Herkunft. - 138*r bis
auf Rahmung, Dr/v, 138*T-140*T leer.

Johann Bittelschies ist in den Jahren 1528 bis 1532 als Schulmeister in Biberach belegt. Im
Juli 1534 war er als Hofmeister des Benediktinerklosters St. Georg in Isny Augenzeuge
des „Klostersturms“ und schilderte die Erlebnisse eindrücklich in seinem Bericht ,Wie die
von Isny die Mess abgeschafft und die Bildnussen in Sanct Jörgen Gottshaus zerissen
haben’ (München, BSB, Cgm 4888), der 1617 in Ingolstadt gedruckt wurde; Gudrun Litz,
Die reformatorische Bilderfrage in den schwäbischen Reichsstädten (Spätmittelalter und
Reformation. Neue Reihe 35), Tübingen 2007, S. 209.

Cod. Sal. VIII,18

Paulus Engelberger: Ulmer Chronik, dt. und lat.

Papier • 220 Bll. • 21,1 x 16,5 • Salem • 1767

Zeitgenössische Paginierung (1-408), Titelbl. nicht gezählt; moderne Foliierung (1*—2*, 1-205, 206*—218*). Zum
Teil kalligraphisch ausgeformte deutsche Kurrent und als Auszeichnungsschriften lateinische Minuskel und Ma-
juskel mit kursiven Elementen von der Hand Paulus Engelbergers; s. zum Schreiber Cod. Sal. VII,50a. Schrift-
raum, mit Bleistiftrahmung begrenzt, Zirkellöcher: 16,8 x 11,1; 17 Zeilen. Marginalien. Regelmäßig Seitenrekla-
manten unten rechts. Wenige Bleistift- und Tusche-Illustrationen, meist Wappen, grau gehöht, teilweise kolo-
riert. Vorder- und Hinterspiegel mit durchscheinenden Schriftresten der Makulatur, nicht näher bestimmbarer
lateinischer Druck (16. Jh.?). Brauner Ledereinband mit dunkelbraunen Streifen auf den Innenkanten. Rücken-
titel auf rotem Schildchen in Goldprägung ULMER CHRONIK; darunter die ältere Form der Heidelberger
Signatur: 8, XVIII. Roter Farbschnitt. Blau-weißes (?) Kapital. Ovales Signaturschild, modern: Sal. 8,18.

Herkunft: Salemer Olim-Signaturen; 218*r und Hinterspiegel mit ausklappbaren Signaturzetteln: MS. 506. bzw.
BA VII105 / MS. Hinterspiegel mit Heidelberger Signatur: Cod. Salem. 8,18.

Literatur: Schiltegger, Codices manuscriptos 3, Nr. 11, S. 292-296; Digitalisat: http://digi.ub.uni-heidelberg.
de/diglit/ salVIIIl 8.

lr-205r PAULUS ENGELBERGER, ULMER CHRONIK. [Titel:] >ULMISCHE
CHRONICA, Von denen würdigsten Vorsteheren des Reichs=Stiffts Salem: Von An-
kunfft deßen Hofs in Ulm: Von Auferhatmng des Herrlichen Münsters in Ulm: Vom lei-
digen Abfall deren Ulmeren Von dem Wahren Catholischen Glauben, und Zerstöhnmg
deren Clästeren, Kirchen und Cappellen: Von denen Drangsalen des Reichs Sifts Salem zu
Schwedischen Kriegs=Zeiten. Zusammen getragen Von Fr. Paulo Engelberger, Monacho
Salemitano. 1767.< 1T [Autorenverweis:] >Die Beschreibung dieser Chronica Habe ich ge-
nommen Aus der Chronologia Reverendissimorum Domini Ab bat um de Salem: Aus Lud-
wig Mayer, genannt Brigel, Bürger und Mahler in Ulm, Und Ochsenhausischer Hof-
Meister zu Ulm: [Hans Ludwig Brigel, Maler Anfang des 17. Jahrhunderts; sein Vater
Hans Ulrich ist Verfasser der ,Ulmer Chronik’, vom Sohn bis 1611 fortgesetzt; vgl. Thie-
me/Becker 5, S. 14] Und aus dem Collectitio Reverendi P. Sebastiani Bürster, Prof.
Sacerd. In Salem<. (1. 2r-41T) Geschichte Salems an Hand seiner Abte, beginnend mit

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