Minst, Karl Josef [Übers.]
Lorscher Codex: deutsch ; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch (Band 2): Schenkungsurkunden Nr. 167 - 818, Oberrheingau und Ladengau — Lorsch, 1968

Seite: 241
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reite, um welche herum mein Grundbesitz liegt, sowie Wiesen mit einem Ertrage von
zwölf Fuder Heu. Vom gegenwärtigen Tage an übergebe und übertrage ich diese Güter
im Namen Gottes als ewiges Besitztum in der Absicht, daß sie künftig jener heiligen
Stätte erhöhten Nutzen bringen mögen. Und damit diese Schenkung jederzeit fest und
beständig verbleibe, erfolgt hiermit der Vertragsabschluß. Geschehen im Kloster Lorsch
am 1. März (826). Handzeichen des Faraman, welcher diese Schenkungsurkunde ausstellen
und fertigen ließ. Handzeichen der (Zeugen) Bubo, Adalman und Altman. Der Schreiber:
Altwin.

URKUNDE 658 (September 838 — Reg. 3301)
Schenkung des Engilhard unter König Ludwig und Abt Samuel

Ich, Engilhart, führe zu meinem und meiner Eltern Seelenheil eine Schenkung durch.
Mit dem Wunsche, daß sie von ewiger Dauer sei, wende ich sie dem heiligen Märtyrer
Gottes Nazarius zu, der im Kloster Lorsch ruht, dessen Herr der ehrwürdige Bischof und
Abt Samuel ist. Ich übergebe und übertrage im Namen Gottes unter dem heutigen Tage
und auf ewige Zeiten in

Sickenheim (Mannheim-Seckenheim) eine Hof reite mit dem darauf stehenden Bauwerk
und 25 Joch Ackerland, fünf Morgen Ödland und Wiesengelände im Ertrage von vier
Fuder Heu. Geschlossen und gefertigt. Geschehen in Sickenheim im Monat September im
25. Regierungsjahre (838) unseres Herrn, des Kaisers Ludwig. Handzeichen des Schenk-
gebers Engilhard. Handzeichen der (Zeugen) Helmger, Adalman und Eberhelm.

URKUNDE 659 (29. April 841 — Reg. 3307)

Schenkung des Ruotpert im nämlichen Dorf unter Kaiser Lothar I. und Abt Samuel

Im ersten Jahre der Regierung des Kaisers Lothar machen wir, Ruotbert und Nen-
ding, eine Stiftung für das Seelenheil der Itissa, der Frau, welche ihr Leben Gott geweiht
hatte. Zu diesem Zwecke soll unsere Vergabung dem heiligen Märtyrer Gottes Nazarius
gewidmet sein, der in dem Orte ruht, welcher Lorsch genannt wird, und dem der ver-
ehrungswürdige Herr Samuel vorsteht. Es ist unser Wille, daß unsere Schenkung für
ewige Zeiten andauern soll, nämlich jenes Gut im pagus lobodunensis (Ladengau), und
zwar in

Sigkenheim (Mannheim-Seckenheim), das uns die schon genannte Itissa übergeben hat;
alles insgesamt, was sie dort zu eigen hatte, ferner in

Waltdorf (Walldorf w. Wiesloch s. Heidelberg) einen Knecht mit seiner Hörigenhube,

in

Buridal (Baiertal ö. Wiesloch) zehn Morgen und in

Suezzinga (Schwetzingen w. Heidelberg) einen Knecht, eine Hofreite, 33 Morgen Land
und die Leibeigenen

Waning, Albgarda,
Albolf,

Nordolf, und
Wering, Ruottrud.
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