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Die angenehmen Zeitvertreibe, in den Erzählungen des Herrn von Adelsberg — Frankfurt am Main, 1767 [VD18 14316323]

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https://doi.org/10.11588/diglit.27687#0046
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6HW «NW
Neigungen der wahren Religion! ihre künftigen
Hoffnungen sind ein nicht auözudrückendeö Ent-
zücken , und herrlich sind ihre ewigen Belohnun-
gen, so sie den Gläubigen aus Gnaden und un,
verdient in jenen ewigen Wohnungen aus-
cheilet.

Fünfte Erzählung.


L^ch thue alle Tage einen Spatziergang, wel-
chen ich meinen Gesundheitsgang nenne,
und es begleitet mich sehr oft ein guter Freund,
dessen Witz und Aufrichtigkeit gleichsam Vas Le-
ben unserer Gesellschaft iss. Wir gehen gemei-
niglich auf frcyen und offenen grünen Wissen in
einen kleinen Wald, und daselbst belustiget sich
durch die mannnigfaltigen Abwechselungen Leib
und Seele, folglich ist es ein ganzes Vergnügen
zu nennen. Als wir neulich in diesem Walde
waren, so sagte er zu mir: Mein alter lieber
Freund, iho sind wir aufgeräumt dazu, und
folglich will ich Ihnen eine kleine Geschichte er-
zählen, ich weiß. Sie nehmen es mir nicht übel,
daß ich gleich anfange.
In eben diesem Gange hier, sagte er, traf
ich ohnlängst ein Geschöpf von einer ausserordent-
lichen
 
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