Agricola, Johannes
Sibenhundert vnd Fuenfftzig Deut=scher Spruechwoertter: Mit viel schoenen lustigen vnd nutzlichen Historien vnd Exemplen erklae=ret vnd außgelegt. — [S.l.], 1558 [VD16 A 967]

Page: 220r
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Leudtschet-Spt-üchwötte^ rro
Frölich vn guter ding sein/wollebe/herr
Irch essen vnd trincken/rst löblich/wans sel Dolerpta^
ten geschicht/wansaber reglich geschichr/ ^es comen
soistcssträfflich. w.rTcudtschcnhakcn dat rsnov
^aßnacht/G.Lurckhardt/vn S Mcrtm/ »sus. Se--
pfmgstenvndVstern/fürdiezeir/daman melm an^-
sol fkr andern gezerren im jar frölich fern/ norider^-
vnd sch lernen / Lurckhards abend vm des
newen mosts willen.SMartin vrellercht
vS des newen wcins wrllen/da brat man
feyste gcnß/vnd frewet sich alle welt. Zu
Ostern beckt man fladen.Inpfrngsten ma
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nngen / vnd man trrnckt pfrngstbrer wol
acht rage. Zn Sachsen Helt man auch Pan
chaleon mit schincke/speck/knackwörst vn l
knoblauch.Fu den kirchmessen oder Nirch^
wcche gehn die Teudtsche vier/funff dorff
schafft znsamen/es geschrchtabsr des jars
nur em mal/darum rst es löblich vn ehrlich
ffneemal dielerrre darzu geschaffen feind/
dassrefreundrlich vnehrüch vnrer eman^
leben sollen.Es rst ein BischoffvonMentz
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böß/vnd -Kzog sich hoch auffden rag/das/
wo ste herte warten wöllF biß indre stadr/
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