Allgemeine theologische Bibliothek — 6.1776 [VD18 90309928]

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bcy Betracht, dergöttl. Wahrheiten. 91
wollen. Die Schrift ist von der Art, z. E. der Herr
unser Gott ist ein eifriger Gott,wird sinnlich vorgctra-
gen: Die Erde bcbete und ward bewegt rc. rc. Auch
dogmatische Satze kennen erbaulich scyn, nochmehr
aber ist es die Moral, und vorzüglich die Geschich-
te , wenn sie recht behandelt wird, bloß dunkle
Wahrheiten aber, und bloß sinnliche wenn man
dergleichen annehmen wollte, sind, samt den bloß
vernünftigen vom Erbaulichen ausgeschlossen.
Es giebt aber nicht nur erbauliche Wahrheiten;
sondern auch erbauliche Gegenstände. Dahin ge-
hören Himmel und Erde, Tempel, Gcmahlde,
Lieder und Musick. Dieß waren also die Mate-
rialien, die zur Erbauung des Herzens bearbeitet
werden können. Im Reiche der Wissenschaft ist sehr
wenig und im Gebicthe der sinnlichen Gegenstände
wohl gar nichts, welches nicht darzu gerechnet wer-
den könnte..
Wie müßen aber die erbauliche Dinge angewcn-
det werden, daß sie das würklich seyn mögen? (zter
Abschnitt.) Die erste Rcgul: scy selbst erbaut d. i.
von der Wahrheit überzeugt und belebt, wenn dir
andere erbauen willst. Hernach lege Wahrheit,
als Wahrheit vor; man muß also was man sagt
auch gehörig beweißen. Nur diejenige Bewciße
aber sind hier zu gebrauchen (S. i«7.) welche die
Wahr
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