Allgemeine theologische Bibliothek — 6.1776 [VD18 90309928]

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Uebersetz. des secl.Luthers, von Pratze 141
immer enthalten haben. „ Aus dieser Erklärung
sicht man deutlich fürs erste, daß der Mann gar
wenig Sprachkenntnisse besitzen müsse, da ihm eine
von den bekanntesten philologischen Regeln, daß das
nicht immer exclNive gebraucht werde, unbe-
kannt gewesen, vergl. i Cor. 15,25. Matth. 5,
18/ 26. 12, 20. sonst wurde er zweptens nicht auf
den abgeschmackten und — wenn man wiedieZions-
wachtcr an der Elbe schreycn wollte — heterodoxen
Gedanken haben verfallen können, der rheilö dem
hochlöblichen compenüio rlwoloAne lbeücX, siche
-en §. vom Zweck der Ehe, theils den offenbahren
Aussprüchen der heil. Schrift zuwider ist. Matth.
5,17. erklärt er noch immer vom thuen-
den Gehorsam, ohnerachtct diese Bedeutung des
Worts vom Semler, Ernesti sattsam und zum Ekel
widerlegt worden. Auch die Redensart
, darauf doch in der ganzen Bergpredigt
Jesu vieles ankommt, hat er nicht hchlänglich er-
klart. — Er hätte nur dürfen sagen, daß da-
durch die alten, sonderlich die pharisäischen Lehrer
des jüdischen Volkes verstanden werden, denn
alsdann ist gar leicht zu begreifen, warum Jesus
immer solche Gegensätze gegen dieselben macht.
Mehrere Erklärungen sind unzulänglich als die von
Racha, Zöllner, Narr rc. Und nun noch einige
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