Allgemeine theologische Bibliothek — 7.1777 [VD18 90309928]

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i58 Die gute Sache
für falsch oder unerheblich ansiehr. Der erste Ein-
rvurf, daß jene Bekehrungen gewaltsam gewesen,
wird gleich damit abgefertigt — „ist historisch
„falsch" S. 342. und denn kommt wieder die
schöne Vorstellung von gewaltsamen Bekehrungen,
die wohl außer dem Vers, niemanden in den Sinn
gekommen ist. Bey der zweiten Einwendung
S. Z46: „Jene Heyden seyen kerne unruhige
„Köpfe gewesen— sondern nur durch die placke-
„re^en der Geistlichen, besonders den Zehend
„immer sehr aufgebracht worden," werden wieder
Sachen untereinander geworfen, die eigentlich nicht
zusammen gehören — das erstere kann von man-
chen übertrieben worden seyn, welche jene Völker,
um mit dem Verfasser zu reden, immer als ruhige,
friedliebende Menschenkinder angesehen wissen
wollen —- aber wenn sie nun auch wirklich unruhig
waren und leicht Feindseligkeiten ansiengen, war
es nun nicht natürlich, daß sie auf ihre Freyheit
eifersüchtig, durch die mancherley nicht zweydeutige
Unternehmungen christlicher Fürsten, die sie unter-
würfig machen wollten, zur Vertheydigung veran-
laßt wurden, und wenn sie im Kriege den kürzern
zogen, und fich die vorgeschriebenen Friedensbe-
dingungen gefallen lassen mußten, denn durch die
plackereyen der Geistlichen erbittert und zu neuen
Feind-
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