Allgemeine theologische Bibliothek — 7.1777 [VD18 90309928]

Seite: 179
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übersetzt von Simsn Grynäus. 179
der, der sich an ^atn vergreift, siebenfältig
gestraft werden soll; so wird der, der sieb an
mir vergreift, noch ungleich harter gestrafte
werden.
Wie viel Willkührliches und Unerwiesenes ist
in des Hrn.Gr. Erzählung des Vorfalls, der dem
Moses begegnete, als er aus dem Lande Midian
nach Egypten zurück reifete, nach den 2 B. Mos.
!V, 24 - 26: „Als Mose in die erste Herberge
kam, überfiel der Herr ihn mit einer dem Anschein
nach rödtlichen Krankheit. Zippora, die Ursache
in Unterlassung der Beschneidung ihres jünger»
Sohnes, des Eliesers, vermurhend, und den Va-
ter zur Verrichtung derselben zu schwach sehend,
nahm einen scharfen Stein, beschnitt das Kind, legte
die Vorhaut zu den Füßen desselben, und sprach:
Nun bist du durch mich zum Beschnittenen gemacht;
ich erkläre dich für einen solchen, du bist durch mich
als ein Kind Gottes in feinen Bund ausgenommen.
Daß sie durch diese Beschneidung den göttlichen
Willen erfüllet habe, ward fie dadurch überzeugt,
daß der Herr Mosen sogleich gesund herstellte."
Man vergleiche diese Stelle mit dem Grundtext,
oder mit unsrer gewöhnlichen Übersetzung; man
wird immer glauben, jetzt eine ganz neue Bibel
zu lesen. Von einer tödlichen Krankheit sagt der
M 2 hebräi-
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