Allgemeine theologische Bibliothek — 7.1777 [VD18 90309928]

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der Kirchenväter in Nebers rc. 225
fiüchtigen Blicks» Wir haben zwar schon immer
ein Buch dieser Art gewünscht, aber die Wahrheit
zu gestehen, eS schwerlich gehest, daß dieser Wunsch
je würde erfüllt werden» Denen, welche nicht Ger
legenheir gehabt, die Kirchenväter näher kennen Ztt
lernen, (wie sie denn leider auf manchen Akade-
Wien, wenn man den heiligen Schwätzer Augustm
ausnimmt, nicht einmal genannt werben; wie Re-
censent aus eigner Erfahrung weiß) ist der größte
Dienst dadurch geschehn: Sie lernen aus diesem
. Buch jeden, der darinn enthalkenenSchriftsteller nicht
allein seinem Hauptinhalt nach kennen, sondern sie
sind auch in den Stand gesetzt, die Brauchbarkeit-
eines jeden selbst zu deurtheilcn, und den ganzen
Schriftsteller mit so viel leichterer Mühe selbst zu
lesen und zu verstehen» Besonders wird es für die
Leute ein herlicheö Buch ftyn, die ihre ganze Ge-
lehrsamkeit aus Journalen und Recensionen zusam-
men gestoppelt haben: Die können durch dieß Buch,
das zu ihremTreste deutsch geschrieben ist, mit ein-
mal ganz ansehnliche Patristiker werden» Der
Herr Verf. schein! es nicht gerne deutsch geschrieben
zu haben; es würde freylich auch unfern Nachbarn
haben nützlich gemacht werden können, allein ver-
tnuthlich würde sich nicht leicht ein Verleger dazu
gesunden haben, wenn es lateinisch gewesen wäre-
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