Allgemeine theologische Bibliothek — 9.1778 [VD18 90309928]

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vor den Zeiten Jesu. 9z
ein Dämon in der Schlange verborgen gewesen,
um sein Volk von dem Dienst der Dämonen ab-
zuschrecken» Auf die Art würde denn zugleich die
Weissagung von dem Besiegen der Schlange deut-
licher seyn, und die Verheißung des großen Mens
schensohns in sieb enthalten, durch den dereinst das
Menschliche Ges lechr zur Erkenntniß und Vereh-
rung des einigen wahren Gottes zurückgeführt wer-
den sollte. Sonst wird sehr wohl auögeführt, daß
die Geschichte der ersten Menschen bey dem Mo-
ses das Gepräge der Wahrheit und des Alterrhums
an sich habe, auch durch die ältesten TraMomn
der Morgenländer, der Griechen und Römer be-
stätiget werde; ob diese gleich offenbare Spuren
der Verfälschung an sich tragen. Daß Cains Nach-
kommen eher ausarleten, davon findet der Verf.
die Ursache darinnen, weil sie von dem Ort der Er-
scheinungen Gottes und von ihrem Stammvatev
stch entfernet hatten. Daß er aber die bekannte
Rede LamechS zu seinen beyden Weibern für eine
Prahlerey dieses Mannes wegen seiner würdigen
Söhne hält; will uns nicht gefallen; dieweil La-
ntech in dieser Rede eine Furcht zu erkennen giebt,
welche ein Verbrechen, wenigstens einvermeynleS,
zum Grunde haben muß.
Von der Sündflurh handelt Moses umständ-
licher, weil er yermmhlich schriftliche Urkunden,
viels
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