Allgemeine theologische Bibliothek — 9.1778 [VD18 90309928]

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von Simon Gkynäus. IFF
willen verkauft, und eure Mutter ist um eures
Uebertretens willen gelassen. Hr.Grynaus muß
das zu malt, zu kurz, zu alttesiamenrisch gefunden
haben. Er wird aber weitschweifig, läßt weg, sehet
zu, was ihm gefällt, und übertragt einen Ausdruck
Pauli aus Röm 7. hieher, da er fich gar nicht
schickt. "Ueber eure Verstoßung murrende Ju-
den.' ja mit eurer Mutter hab ich, derMeßias,
mich bey Schließung meines Bundes, wie durch
einen Ehevertrag vermahlt. Verstoßen habe
ich sie wieder. Lasset aber den Scheidebrief
euch sagen, an wem die Schuld sey. Verkauft,
sagt ihr, habe ich euch. An wen? Ihr wer-
det mir niemand nennen können. An die Sün-
de habt ihr euch selbst verkauft. Isis ein Wun-
der, daß ich euch verstoßen habe? Ist es dem Pro-
pheten wohl eingefallen, dem Volke zu sagen; fie
Hanen fich an die Sünde verkauft? Um ihrer vie-
len Sünden willen hatte Gott fie in die Hande ih-
rer Feinde übergeben. Wenn man den Anfang
des s i.Kap. in des Hr. Gr. heiligen Schrift liest:
höret mir zu, spricht der Meßias, ihr, die ihr
den Mangel der vor Gott gültigen Gerechtig-
keit in euch fühlet, und euch darnach sehnet;
die ihr gerne nach dem Willen des Herrn leben
möchtet!" so wundert man fich billig, schon im
Jesaias den Ausdruck von Gerechtigkeit, die vor
Gott
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