Allgemeine theologische Bibliothek — 10.1778 [VD18 90309928]

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22O Sykes Versuch über die Natur,
den Opfern nicht gebräuchlich war, z. B. bey den
Zehnten der Erstgeburt (weil diese nicht erst Gott
geweyhet werden durften, sondern schon durch ein
göttliches Gesetz ein Eigenthum der Priester des
Tempels, und daher Gottes waren,) bey dem
Pascha, weil es ein Opfer der Gesellschaft war, die
durch keine Repräsentanten vorgestellt werden
durfte. So durfte kein Tauber, kein Wahnwitziger
und Minderjähriger, kein Substitut, kein Knecht,
kein Eheweib die Hände auflegen, weil derjenige,
der das thun wollte, über sein Eigenthum muste bist
poniren können. Die besonder Absicht des Opfers
muste daher noch besonders entweder durch Ber
kenntniß der Sünde, durch Dank, oder Wunsch-
gebeter angezeiget werden.
Unter den bedeutenden Gebrauchen der Hei-
den bey den Opfern, erklärt der Verf. besonders
die dreymalige Umwindung des Altars mit weißer
Wolle für ein Symbol der Friedfertigkeit und
Freundschaft.
Die Opfer, fährt er fort, waren überhaupt
Bundesgebräuche, Zeichen, daß die Menschen mit
Gott in Freundschaft getreten sind; oder, wenn
sie durch Uebertretung der Bedingungen des Bun-
des die Freundschaft mit Gott verletzt hatten, so
waren sie Zeichen der erneuerten Freundschaft, oder
der Versöhnung mit Gott. Die Beyspiele Isaaks,
Abi-
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