Allgemeine theologische Bibliothek — 10.1778 [VD18 90309928]

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226 Sykes Versuch über die Natur,

Hunden, Sündopfer zu opfern. Hingegen opfer-
ten nur einzelne Personen die Schuldopfer. Ger
wohnlicher Weise verband man mit den Brandr
opfern Sündopfer, niemals aber Schuldopfer.
Bey manchen Vergehungen brachten die Aermsien
Sündopfer, wo Reichere ein Schuldopfer brinr
gen müßen. Bey diesen ward das Blut rund
um den Altar gesprengt, bey jenen ward etwas
Blut auf die Hörner des Brandopfer-Altars
gelhan, das übrige in den Boden des Altars
gegossen. Auch ihre Absicht war verschieden. Jene
waren für die Sünden der Unwissenheit, diese für
vorsätzliche oder solche Sünden, von denen man
zweifelte, oder doch erst hernach erfuhr, daß man
sie begangen hatte.
Hierauf widerlegt er verschiedene falsche Vor-
stellungen über die Opfer überharrpt. Z.B. "Sie
"waren nicht im Stande, Gott zu versöhnen,weil
"Gott immer derselbe bleibt, und unmöglich die
"Opfer als für den Opfernden geschlachtet ansehn,
"oder durch sie zu andern Gesinnungen gebracht
"werden kann. So kann man sie auch nicht als
"Strafen oder Bußen ansehen, weil die heilige
"Schrift davon kein Wort erwähnet."
Zuletzt erklärt der Verf. noch, wie die Men-
schen auf die Gedanken gekommen wären, ihre
Opfer Gott durch Feuer zu bringen, nach seiner
Hypo-
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