Allgemeine theologische Bibliothek — 10.1778 [VD18 90309928]

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276 Jochims Anleitung, über die Religion
besserten Gesinnung eigentlich herkamen." Hätte
der Verf. gesagt, daß die christliche Tugend ge-
wisse Vorzüge vor der heidnischen haben könne,
so würde man wohl nichts dagegen einzuwenden
haben, aber die in sich rühmlichen Handlungen
der besten unter den Heiden nur für Scheintugen-
den erklären, ist weiter nichts, als ein altes höchst-
verwerfliches Vorurthei!, dessen Ungrund schon
längst mehrere dargethan haben.
DasUebrige, was in diesem Abschnitt verkömmt,
betrift die Lehre von den Sakramenten, von dem
öffentlichen Gottesdienst, dem Tode, der Unsterb-
lichkeit der Seele, der Auferstehung, dem jüngsten
Gericht, dem ewigen Leben und derVerdammniß.
Obgleich dec Verf. zugiebt, daß die Lehre von der
Ewigkeit der Höllenstrafen in das Wesentliche
der Religion keinen Einfluß habe, so hält er sie
doch für völlig in dec Schrift gegründet, und hebt,
so gut ec kann, die Zweifel, welche einige dagegen
vorbringen.
Von dem Charakter der Personen, welche
die geoffenbarte Religion zuerst vorgetragen
haben. Die Personen, deren Charakter hier be-
schrieben wird, sind Moses, David, Salomon, die
Propheten, aber nur überhaupt genommen, Je-
sus, die Evangelisten und Apostel, unter welchen
insonderheit, äusser dem Johannes, der auch zu
den
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