Allgemeine theologische Bibliothek — 10.1778 [VD18 90309928]

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ZZr

Achtung für sie hatte, und seine Lehrmeynungen
mehr aus ihren Büchern, als aus unfern göttlichen
Schriften beweisen wollte. Der Hr. Vers, zeigt
das in der dritten Abhandl. gegen den Hrn. D.
Semler, daß die Hauptstelle, worauf sich dieser
Gelehrte beruft, wenn er feine Meynung von der
spätem Entstehung des Canons im 4ten Jahrhun-
dert, durch Verabredung der Bischöfe, erweisen
will, das in der Thar nicht beweise. Die Worte,
pro con6rmanc!o ilio canone, gehen nemlich
nicht auf den Canon des N. Testam. überhaupt,
sondern auf die vorstehende Verordnung des kar-
thaginiensischen ConciliumS, denn Canon hieß
auch jede Verordnung einer Kirchenverfamrnlung.
Uebrigens sucht der Hr. V. hier es wahrscheinlich
zu machen, daß Johannes die Sammlung der vier
Evangelisten nicht nur zu Stande gebracht, son-
dern auch die Apostelgeschichte mit den 14Briefen
Pauli, dem Brief Jacobi, und den erstem Brie-
fen Petri und Johannis, (welche schon Paulus
habe sammeln wollen, aber durch seinen Märtyrer-
tod daran verhindert worden, nach 2 Tim. 4,
ir. iz) dieser Sammlung beygefügt, und endlich
nach der Zerstörung Jerusalems den Canon des
N.T. vollendet, und die Schriften hinzugethan
habe, welche bey Bestimmung des erstem Aposto-
likyns noch nicht geschrieben waren. Der Leser
wird
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