Allgemeine theologische Bibliothek — 10.1778 [VD18 90309928]

Seite: 344
DOI Heft: DOI Seite: Zitierlink: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/allgemeine_theologische_bibliothek1778a/0348
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
344

Kürzere Anzeigen
von ihm geredet habe. Fast konnten wir uns des
Lachens nicht enthalten, da wir dies lasen. Wie
her Hr. Fiskal dochsoehrgeitzjg ist! Weiß er denn
Nicht, daß eö längst unter Gelehrten, wenigstens
unter dem ansehnlichsten Theil derselben, abgekom-
rnen ist, in öffentlichen Schriften nach den Regeln
des steifen Ceremoniels von Jemanden zu reden,
und daß es am wenigsten einer Geschichtöerzählung
zum Schmucke gereiche, wenn darin bey Anfüh-
rung eines Rahmens zugleich der ganze Charakter
eines Mannes hingesehr wird? Ist dies Bauern-
sprache, so werden wir arme Recensenten, nach des
Vers Urtheil, ebenfalls Bauern seyn müssen, weil
wir freylich aus guten Gründen eben fo zu reden
pflegen, als Hr. Hermes gethan hat.
Daß Hr. Weltstand alle Gelegenheit hervor-
suche, seinem Gegner böse Absichten beyzumeffen,
stehet man daraus deutlich, daß er S. 17 demsel-
ben einen bittern Vorwurf darüber macht, daß er
seine vormals in Meklenburg edstre freymüthige
Erklärung u. s. f. dieser seiner letzten Verrheidü
gungsfchrift nicht von neuem habe beydrucken
lassen; sondern an deren starr ein paar Stücke
aus seiner Wochenschrift; die doch, nach des Vers,
eignem Geständniß, den ersten Anlaß zur ganzen
Fehde gegeben haben. Uns dünkr, daß Hr. Her-
mes hierin sehr gur gewählt hat. Jene Verrhei-
digungs-
loading ...