Allgemeine theologische Bibliothek — 11.1778 [VD18 90309928]

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64 Semlers neue Untersuchung
und gewiß, wir wünschen das mit ihm: so geht
er die Gründe durch, die der Hr. G. S. zurBe«
stangung des Ansehens derApokalypse gebraucht
hat» "Die Anzahl der kirchlichen Schriftsteller,
sagt er, ist für die Offenbarung gewiß Nicht stär>
ker und ansehnlicher, alswider dieselbe. Noch
im vierten Jahrhundert kann man keine Synode
anführen, die sie unter die kirchlichen Schriften
rechne, hingegen ist der (Marion ^otkolicus und
Daoclicenus wider sie. CajUs, Dionysius zn
Alexandrien, die beyden Gregoru, Cyrillus von
Jerusalem, Hieronymus sind gewiß sowohl in
Absicht der Zahl als des rechtmäßigen Ansehens
mehr Werth, als ein Irenaus, dessen fünf letzte
»Kapitel ein stetes Aergerniß sind; mehr als ein
Tertullian, Justinus — beyde grobe Fanatiker,
mehr als andre verlohrne Schriften. Besonders
rhut er alles, um dem Zeugnisse des Irenäus sein
Gewicht zu nehmen. Ein Mann, der des Her-
Mas Hirten, offenbar Untergeschobene Schriften
eines Jesajas und Jeremias, für göttliche Bücher
hält, kann wohl nicht als einer der ehrwürdigsten
Aeugen, wie Hr. Kn. sagt, gelten. Auch das
beweist nichts für fein Zeugniß, daß Polykarp, ein
Schüler Johannis, sein Lehrer gewesen ist, denn
Polykarp thut in seinem Brief an die Smyrnaer,
wo er doch Gelegenheit hatte, der Offenbarung
Johannis
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