Hermbstaedt, Sigismund F. [Hrsg.]
Allgemeine theologische Bibliothek: Bibliothek der neuesten physisch-chemischen, metallurgischen, technologischen und pharmaceutischen Literatur — Berlin, 12.1779

Seite: 345
DOI Heft: Zitierlink: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/allgemeine_theologische_bibliothek1779/0355
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
sonderlich kleinerer Schriften» 745
Glauben an einen rächenden und vergeltenden
Gott, so werden sich die Syllas und Marius
mit Vergnügen in dem Blute ihrer Mitbürger
baden. Nur eingeschränkt möchten wir gern
diesen Sah vortragen. Immer in genauer und
strenger Rücksicht auf dies Leben, auf bürgerliche
Strafen rc.
Sehr richtig und mit großer Unterscheidung
beantwortet der Vers. S. 17 - 24 die Einwürfe,
die man aus den Unordnungen der Natur, aus
den lästigen Bedürfnissen des Körpers, und den
unordentlichen Leidenschaften der Seele gegen
Hie Güte des Schöpfers herzunehmen pflegt.
Wir wollen S. i9'eine Stelle abschreiben, wel-
che eben ihrer auffallenden Gemeinnützigkeit we-
gen es besonders verdient. Zum Beweis, daß
die Bedürfnisse des Körpers kein Einwurf gegen
die Güte Gottes feyn können, führt der Ver-
fasser folgendes Beyspiel an: Ein Handwerks-
mann, sagt er, stehet auf und eilt nach seiner
Werkstatte. Die einzige Triebfeder, die ihn
gewöhnlich in Bewegung setzt, ist die Hofnung
des Gewinnes. Seine Thätigkeit würde ihm
keine Erhohlung verstauen, wenn ihn nicht Gott,
der durch die anerschaffnen körperlichen Bedürf-
nisse diese Geschäftigkeit mäßigt, dadurch nö-
Lhigte, seine Arbeit zu verlassen. Allein, sein
P s hungriger
loading ...