Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 43.1918

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Geometrische Stiie in Griecheniand

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Grund ihres Inhaltes, vor allem der Fibeltypen — Mon. Ant. XXII
Fig. 97—98; vgl. a. a. 0. XIII 265ff. Fig. 46—47 —-, der geometrischen
Kannen Tf. XXXVI 2 und XL 2, der schlanken Kanne Tf. XL 7 und
Fig. 79 und der geometrischen 'Platschkännchen' T. XXXIV 2 und
XXXVII 3, die Gräber LII (S. 255 ff.), XXXII (S. 241 f.), das diesen
ganz gleichartige XXIX (S. 240L), ferner XXII (S. 235 f.) und LIM
(S. 257 f.) unmittelbar anschließen. Außer den vollkommen mit schwarzem
Firnis ausgefüllten, nicht mehr wie etwa bei Tf. XXXIV 2 oder XL
7—8 in geometrischer Weise gegitterten, von der Schulter herabhängenden
Strahlen des Platschkännchens Tf. XXXVI 3 und einiger kugelförmiger
Aryballoi aus Grab XXII (Fig. 79), wo auch gelegentlich ein Blattkranz
auf der Schulter auftritt, außer dem an Stelle des gewöhnlichen Fisch-
grätenornaments einmal den Henkel zierenden Flechtbande (Tat. XXXVI
3) und dem auf den Hals des gleichen Platschkännchens gemalten 'Lebens-
baum' in einer schon zu frühorientalisierenden Bildungen hinüberleitenden
Stilisierung^), ^ ganze Dekoration noch von 'geometrischen'
di Napoii 1911; Mon. Ant. XXI! 363 tf. Das Halsornament einer dieser Kannen
aus Tarquinii (Mon. Ant. XXII Fig. 139) kommt ebenso auf der Schulter einer
frühattischen Amphora vom Phaleron (BCH. XVII 1893 Tat. II—III; Collignon-
Couve Tat. XX 469), einer Scherbe von einem frühattischen Kessel (AM. XXXII
1907 Tat. XXV 2), ferner auf einem aus 8 Scherben zusammengesetzten Bruch-
stück eines großen frühattischen Gefäßes in Leipzig (Univers. Museum T 2382
a—h) vor und ist von Boehlau (Aus ionischen und itaiischen Nekropolen 110 ff.)
in dem angegebenen Kreis verfolgt worden. Zu dem Vorkommen in Vuici:
Gseli, Vuici 382, Fig. 96 (= Montelius, Civiiisation 11 2, 293, 2, 3 und 6; Gabrici,
a. a. O. Fig. 143 a-—b), 386 Nr. 10 und Anm. 1 und S. 419—430.
A Einen genau so stitisierten Zweig schwingen die Kentauren auf der
protokorinthischen Lekythos in Berlin, Arch. Zeit. 1883 Tat. 10 und dem früh-
attischen Krater aus Theben, Arch. Jahrb. II 1887, Tat. IV (Brunn, Griech.
Kunstgesch. 133 Abb. 103; Kunstgesch. in Bildern s I 116 Abb. 11). Prächtige
ornamentale Weiterbildungen: theraeische Amphora in Boston, A. J. A. XVIII
1914, Tat. VI und boeotisch-geometrische Kleeblattkanne in Berlin Vas. Inv.
3337. Doch findet sich die nächste Analogie zu unserem Baum schon auf der
Scherbe eines großen geometrischen Gefäßes vom Heraiott von Argos:
Arg. Heraeum II Taf. LVI 6.
Die ältesten Vorstufen dieser Bildung sind nur aus dem Osten bekannt:
Hethitisches Siegel, Ward, Seal Cylinders of Western Asia 269 Abb. 804 e;
spätmykenischer Henkelbecher aus Rhodos in Heidelberg: Univers. Samml.
M 18 (vgl. F-L. 122); kyprischer Siegelzylinder: Ohnefalsch-Richter, KBH.
Taf. LXXIX 20 (ähnlich Abb. 81 und Taf. XXVIII 19); 'Räucheraltar' aus
Teil Ta'annek, Arch. Anz. 1907, 345 Abb. 21. Sie scheint durch Vermittlung
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