Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 45.1920

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AUS HALIKARNASSOS.

(Hierzu Tafel IV).

Die Arbeiten unseres Instituts in Halikarnassos, durch die traurigen
Ereignisse des Herbstes 1918 leider unterbrochen, sind schon kurz im
Archaeologischen Anzeiger (1919, 59 ff.) beschrieben worden. Da sich
eine eingehende Publication der Ergebnisse noch verzögern dürfte, schien
es geboten, zwei wichtige Einzelfunde hier bekannt zu machen.

I (Tafel IV 2).

Basis einer Bronzestatue, bei der sinnlosen Beschießung der Ritter-
burg durch französische Kriegsschiffe aus dem östlichen der beiden Mittel-
türme (d auf dem Plane Abb. 1) herausgebrochen. Schönster großkristal-
linischer Inselmarmor; rechts ein Stiick abgebrochen, Kanten bestoßen,
sonst intakt. H. 21,5, Br. noch 62, T. 77; Br. der Inschriftfläche noch 56,5,
H. 10; BH. 1,2—4, ZA. 0,5—6 cm. Schriftfläche fein poliert, Buchstaben
sehr schön und regelmäßig, nicht tief eingegraben. Auf der Fläche des
Blocks, merkwürdig weit zurückgestellt, die Fusspuren einer lebensgroßen
Bronzestatue, mit rechtem Standbein und leicht zurückgesetztem linken
Spielbein. Auf der Unterfläche eine ziemlich rohe rechteckige Einarbeitung
(38 x 18 x 8 cm), von einer Wiederverwendung des Blocks. Als er in
den Burgturm verbaut wurde, hat man auch die feinen Profile an den
Seiten abgearbeitet. Die Veröffentlichung der Inschrift hat U. von
Wilamowitz-Moellendorff gütigst iibernommen:

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