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Fundschau 1949—1951: Römische Zeit

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darin ein römischer Brunnen mit Steindenkmälern (vgl. F. Garscha in „Volk und Vor-
zeit“ 1, 1939, 94 ff. und J. Alfs, Germania 25, 1941, 111 ff.). 1949 fand sich am West-
rand der Kiesgrube das Bruckstück einer Volutenschnecke von der Bekrönung eines
Altars, das vielleicht zu demselben Altar gehört, von dem ein Bruchstück im Brunnen-
fund. von 1939 enthalten ist.
Mtbl. 57/7016 Ettlingen. — Verbleib: Archiv Landesdenkmalamt Karlsruhe.
(Heukemes)
Neckarelz (Mosbach) „Ruhestatt“.
Beim Ausschachten des Siedlungshauses Kratschmann-Lang in der Siedlung des Evang.
Hilfswerkes (Lgb. Nr. 755) wurden 1951 in 0,4 m Tiefe Mauern angetroffen. Bericht-
erstatter konnte noch zwei in West-Ost-Richtung verlaufende parallele Mauern (Ab-
stand 6,9 m) auf 14 bzw. 10,5 m und eine parallele Zwischenmauer auf 1 m Strecke
verfolgen. Es dürfte sich um die Reste einer römischen villa rustica handeln. Eine durch
den Bahnbau 1860 eingetretene Flurnamenverschiebung läßt es möglich erscheinen, daß
das südlich anschließende Gewann „Mauerloch“ ehemals bis hierher sich erstreckte und
auf das Vorhandensein römischer Mauern Bezug nimmt.
Mtbl. 34/6620 Mosbach. (Palm)
öflingen, Ortsteil Brennet (Säckingen) „Weckertsmatt“.
In dem Gelände unterhalb der Bahnlinie südöstlich des Bahnhofs Rheintal, wo seit 1943
mehrfach spätlatenezeitliche und römische Funde gehoben worden waren (vgl. Fundber.
17, 1941—1947, 314 und 330, Nr. 2, unter dem Namen „Rheintaler Bahnhof“), kamen
bei Bauarbeiten 1951 erneut römische Scherben, Ziegelbrocken (einmal mit Stempel
der 21. Legion), eine Bronzeschnalle und eine römische Münze (s. unter „B) Römische
Münzen“) zutage. — Unter den Scherben bemerkenswert das Randstück einer Kragen-
schüssel mit niederem Rand und fast waagrechtem Kragen, ähnlich Gose Nr. 140.
Datierung: Spätes 1. Jhdt. n. Chr.
Mtbl. 166/8413 Säckingen. — Verbleib: Heimatmuseum Säckingen.
(Em. Gersbach, Nierhaus)
Pforzheim.
1. Ortsetter, bei der Altenstädter Brücke.
Im Bereich des städt. Krankenhauses südlich der Altenstädter Brücke wurde bei Anlage
eines Kanals für die Fernheizung der am Fuß der südlichen Talwand gelegene Teil des
römischen vicus PORT(VS) geschnitten. Dabei fanden sich unter 3 m seit der Römer-
zeit aufgewachsenem Gehängeschutt römische Mauern, Keller und ein römischer
Schachtbrunnen (vgl. A. Dauber, S. 63).
Mtbl. 64/7118 Pforzheim. — Verbleib: Reuchlinmuseum Pforzheim. (Dauber)
2. Ortsetter, Altenstädter Kirche.
Beim Wiederaufbau der Altenstädter Kirche (St. Martin) nahe der Altenstädter Brücke,
konnte das Landesdenkmalamt in den Jahren 1949—1951 mit namhafter finanzieller
 
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