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Fundschau 1949—1951: Alamannisch-fränkische Zeit, Mittelalter

mit Nieten. — 4. Linke Brusthälfte ein Eisenteil. — 5. Neben rechtem Oberarm
Eisenpl eilspitze, L. 9,1 cm. — 6. Neben der Schulter Bruchstück eines doppelseitigen
Beinkammes. — 7. Rechts neben dem Kopf Eisenmesser, L. 14,1 cm. — (5059).
Mtbl.: 23/6518 Heidelberg. — Verbleib: Kurpf. Museum Heidelberg. (H. J. Müller)
Wyhlen (Lörrach) „Steinboden“.
Westlich des Neubaus der Villa der Solveywerke wurde 1949 ein weiteres Grab ange-
schnitten. Die Grabgrube war mit senkrecht stehenden Kalksteinplatten eingefaßt,
Deckplatten waren schon entfernt. Das Skelett war gut erhalten.
Beigaben: 1. Eiserne, langovale Gürtelschnalle ohne Dorn, 5X2,5 cm. — 2. Schma-
les Eisenmesser, L. 17 cm, davon Angel 5 cm, größte Br. 2 cm.
Mtbl. 165/8412 Wyhlen. — Verbleib: Heimatmuseum Lörrach. (A. Eckerle)
Mittelalter
Hier wird von Fundstellen berichtet, deren Funde als mittelalterlich bis frühneuzeitlich
zu bezeichnen sind. Unsere Aufmerksamkeit gilt diesen Plätzen besonders dann, wenn
darunter ur- und frühgeschichtliches Material zum Vorschein kommt.
Unsere Bemühungen, Beiträge zur Datierung mittelalterlicher Keramik zu liefern,
finden Ausdruck in dem Aufsatz über die Untersuchungen auf der Burgruine Lützel-
hardt bei Seelbach (vgl. S. 87 ff.). Diese Arbeit ergänzt den Bericht über das frühmittel-
alterliche Dorf Merdingen in den Bad. Fundberichten 18, 1949—1950, 137 ff. und
Taf. 30—32. In der Zeitschrift für Schweizer Archäologie und Kunstgeschichte (ZAK)
11, 1950, 193 ff. veröffentlichte W. U. Guyan die Ergebnisse seiner Untersuchung über
die frühmittelalterliche Siedlung Osterfingen (Kt. Schaffhausen), so daß aus dem ober-
rheinischen Raum nunmehr drei neuere Arbeiten vorliegen. Dieses Material kann nun
zu weiteren Forschungen anregen. (A. E.)
Berghausen (Karlsruhe), Ortsetter.
Bei Kanalisation der Pfarrgasse wurden 1950 an der Bundesstraße 10, hart westlich
des Rathauses Gräber eines mittelalterlichen Friedhofs angeschnitten. Keine Beigaben.
(5057).
Mtbl. 52/6917 Weingarten. (Dauber)
Bischweier (Rastatt), Ortsetter.
1. In einer Baugrube auf dem Anwesen Hatz wurde 1950 in 1 m Tiefe ein Steinsatz
in rechteckiger Form (vielleicht eines alten Fundaments) gefunden. In einer Brandschicht
fanden sich zahlreiche Kacheln.
2. Beim Abbruch des alten Rathauses kam 1951 ein gelb-rotes Tongefäß zum Vor-
schein, das als gotisch zu datieren ist. H. 19 cm, Mündungsdm. 14,2 cm, Bauchdm.
 
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