Bárta, Joseph ; Stephanie, Gottlieb
Da ist nicht gut zu rathen: Eine comische Oper in zwey Aufzügen ; Aufgeführt im kaiserl. königl. Nationaltheater — Wien, 1778 [VD18 90404440]

Seite: 33
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Eine comische Oper. ZZ
Omsai. (mit cmcr siolzen Miene) Ja das ist
Wohl leicht anverlangt, aber erst muß man UN«
rersuchen, ob ihr es auch verdient. Hülflofm
beyzuspringen ist unsre Psiicht, aber nicht den
Müßiggang zu befördern. Ihr feyd ein starker
Kerl , könnt arbeiten, so lauge man das kann,
har man keinen Anspruch aufAllmosen zu ma-
chen. Ueberdas ist der Wille unsers weisen
Gouverneurs, keinen Bettler zu hegen , sondern
die so arbeiten können an ihn zu weisen.
Omsai. Ich bin fremd, mit denen Gebräuch-
en unbekannt.—
Omsai. Fremd? Wo seydIhr her?
Dm». Aus Persien.
Omsai. Aho ein Hulla? nicht von der Leh-
re unsers großen Confucius?
Tul'i). Nein, aber ich wollte mich wohl da-
rum unterrichten laßen.
Omsai. (bcy Scirc) Vortresiich ! Da hätten
wir ja unsern Mann gefunden. (zuLuro) Das
habt Ihr nicht nöthig. Ihr könnt ohne Scheu
bey eurer Lehre bleiben, ich kann Euch auch
alsdenn eine ganz artige Geldsumme zuwenden,
wenn Ihr bleibt wie Ihr seyd.
Duro. Laßt hören.
Omsai- Hier in diesem Hauße wohnt ein
vornehmer Mann, der gern eine seiner Sclavinnen
heyrathen möchte. Das kann er nun aber nach
unfern Gefezen nicht anders thun, als wenn die-
se Sclavinn vorher sich mit einem ungläubigen
Bettler zum Schein verheyrathet, und von ihm
c ver-
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