Compte rendu de la Commission Impériale Archéologique: pour l'année ..: Pour les années 1878 et 1879 — 1881

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ruenten anderer Art verziert sind, und deren natïirlich ebenfalls wenigstens sechs
waren, entbehren stets jeder Borte.

An fttnf der erhaltenen Fragmente besteht das Borten-Muster aus einer Combi-
nation von Ranken und Bllittern mit Dreizacken. Das merkwûrdigste dieser fanf
Fragmente ist offenbar das, welches ursprûnglich die Gôttin Àthena, wie es scheint,
in ruhiger, aufrecliter Stellung darstellte. Erhalten ist freilicli nur die mit Schlan-
gen umsaumte und mit der Linken vorgestreckte Aegis, die zu den Fûssen der
Gôttin sitzende Eule und die oberhalb angebrachte Insclirift: 'AS^vaiT). Vor ilir sieht
man noch einen Theil einer unbârtigen und mit einem Gewandstttck versehenen
G estait, welche, wohl adorirend, der Gôttin einen Arm entgegenstreckt.

Auf einem zweiten, mit derselben Borte versehenen Fragment liest man noch
den Namen: "%[ç. Von der Gestalt dieser Gottin selbst jedoch ist leider Nichts
erhalten. Nur ein Stûck einer Schlange, von welcher sie begleitet gewesen sein mag.
scheint uns noch geblieben zu sein.

Wenigstens ist auf einem dritten, ebenfalls von einer Borte des in Rede stehen-
den Musters umgebenen Fragment augenscheinlich eine zweite grosse Schlange,
ttber welcher ein Vogel fliegt, in ganz ahnlicher Weise dargestellt.

Auf einem vierten Fragment desselben Streifens eilt eine mit einem Kopftuch,
einem langen Untergewand und einem schmalen Ueberwurf bekleidetc Frauengestalt
mit ausgebreiteten Armen nach der einen Seite hin, wahrend sie nach der anderen
zurûckblickt. Vor ihr sieht man sowohl in der Hôhe, als auch tiefer unten einige
Blâtterzweige ; ûber dem Ganzen aber liest man einer Seits den vollstandigen Namen:
Nucï], wahrend auf der anderen Seite von einem zweiten Frauen-Namen nur der
Endbuchstabe . . . . y] ûbrig geblieben ist. Da die eben beschriebene und ziemlich
gut erhaltene Frauengestalt ungefiiigelt ist, so mag wohl das einzelne rt von dem
Namen dieser Frau iibrig geblieben sein, der Name Ndct) aber wird sich auf eine
zweite, auf dem Fragment selbst nicht mehr sichtbare Frauengestalt beziehen. Ja.
man kann selbst die Vermuthnng aussprechen, ob nicht etwa das funfte Fragment
der in Rede stehenden Art an die entsprechende Seite des vierten Fragments anzu-
setzen und der Name Nixy) mit der auf diesem fiinften Fragment sichtbaren, eben-
falls mit einem Kopftuch und mit einem langen Untergewand versehenen, aber
geflugelten Frauengestalt in Verbindung zu bringen sein moge. Freilich bleibt es
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