Katharinenspital zu den Sondersiechen <Schwäbisch Gmünd> [Editor]; Stadtarchiv <Schwäbisch Gmünd> [Editor]; Deibele, Albert [Oth.]
Das Katharinenspital zu den Sondersiechen in Schwäbisch Gmünd: seine Geschichte, Verzeichnis der Urkunden, Akten und Bände mit Beilagen ; 1326 bis zur Gegenwart — Schwäbisch Gmünd, 1969

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1542 Januar 30 (Mo n. Pauli Bekehrung). Wolfgang Breunlin, B. zu G., ver-
kauft an die Katharinenpfleger Nikolaus Junker, Hans Dapp und Thomas
Hartmann, alle drei des Rats, 3 fE h Zins aus dem Ziegelhof des Plans
Ziegler d. Ä. beim Kloster Gotteszell um 6013 h Landwährung. — Sr.:
Kaspar Negelin und Hans Huober, R.
Org.Perg. — S. abg. — SpA. VI 4 b — Reg.: UASp. Nr. 971. 143
1542 Mai 10 (Mi n. Cantate). Mathes Lausser und seine Ehefrau Genofeva
Schunther, B. zu G., verkaufen an die Pfleger von St. Katharina, Niklas
Junckher Stm., Hans Dapp und Thomas Hartmann, beide des Rats, eine
Hofstatt samt Gärtlein zu Straßdorf, frei eigen und dazu 4 J Äcker und
2 Tw. Wiesen, die teils Lehen der Priesterbruderschaft zu G. sind, um
120flrh. — Anrainer: Hans, Gilg, Eva; Gaß, Martin; Kucher, Kaspar;
Pregel, Gerold, Peterskaplan zu G.; Rot, Claus; Sauer, Marx; Schurr,
Jörg, Brannd; Staib, Eva; Veit von Rechberg von Falkenstein. — Fln.:
Emerland, Neidling, am Rain, auf dem Schorren, auf dem Stocken, Thie-
renweg, Wappershalde, Zollreite. — Sr.: Hans Brauch und Caspar Reytz.
Abschr. aus S. Katharina Salbuch 1529 S. 103—105. — SpA. B220. — Foto
StA. 144
1543 September 10 (Mo n. Maria Geburt). Weiprecht Ehinger, Altbm. zu
Ulm, Eitelhans Besserer und Hieronymus Schleicher, R. daselbst, und
Georg Riettmann des Rats entscheiden einen Rechtsstreit zwischen Bm.
und Rat von G. einerseits und Rudolf von Westerstetten zum Altenberg
andrerseits. Bm. und Rat von G. haben für die Sondersiechen zu St. Ka-
tharina von Veronika Westhäuserin ein Gut zu Göggingen gekauft. Ru-
dolf von Westerstetten behauptet’ das Gut habe dem J Pfarrer Wilhelm
Schweitzlinger zu Leinzell gehört, der es der Westhäuserin nur auf Le-
benszeit geliehen, nicht aber geschenkt habe, und er, Rudolf, habe daher
als Erbe des Pfarrers gerechten Anspruch auf das Gut. Nach langer Ver-
handlung entscheiden die Schiedsrichter, daß Rudolf von Westerstetten das
Gut samt allen Briefen und Urkunden dem Gmünder Rat und den Sonder-
siechen zu übergeben habe. Dagegen soll der Rat ihm zum Ausgleich für
seinen Verzicht 29 fl bezahlen, was auch geschieht. — Sr.: Rudolf von
Westerstetten, Stadt G. — s. Reg. 36, 110, 134!
Abschr.: Vertragsbuch 1725 fol. 73 b. StA. — Foto StA.
Schweizlinger Wilhelm, in den hiesigen Urkunden seit 1511 nachweisbar,
war Pfarrer und Dekan zu Leinzell, dann zu G. Er ist wohl mit den
Herren v. Westerstetten verwandt, die von 1484/1529 zu Leinzell saßen.
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1543 September 13. Die Pfleger des Heilig-Geist-Spitals zu G. kaufen von
St. Katharina zu G. dessen Halbteil am Flofe des verstorbenen Hans Sach-
senmaier zu Brainkofen um 190 fl. — Abgaben des Hofes: 11/2 M. D.,
1 V2 M. H., 5 ß Hellergeld, 2 Herbsthühner, 1 Fastnachtshenne, 100 Eier,
4 Käse. Weglösung 2 'S Heller.
Salbuch von St. Katharina 1529 S.71. SpA. B 220. 146
1543 September 22 (Sa n. Mathei Appostoli). Dr. Leonhard Haug wird aufs
neue auf 4 Jahre als Stadtarzt angenommen. Seine Verpflichtungsurkunde

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