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Hochschule für Industrielle Formgestaltung [Editor]
Kolloquium zu Fragen der Theorie und Methodik der Industriellen Formgestaltung — 7 Teil 2.1983

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https://doi.org/10.11588/diglit.30601#0183
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Schriftentwlcklung mit rechnergesteuerter Zeichenanlage

(Diskussionsbeitrag)

Zu diesem Kolloquium bin ich gekommen, weil ich ale Lehrer an
der Fachschule für Werbung und Gestaitung Berlin dieee Weiter-
bildungsmdglichkeit suchte. Ich hätte auch teilnehmen kßnnen
8is Schriftgestalter und Beiratsmitglied des Betriebes TYPOART
Dresden, in dem Satzschriften entwickelt und produziert werden.

Unser gemeinsames Streben als Designer nach höchstmßglicher
künstlerischer Qualität und zugleich ökonomischer Wirksamkeit
gilt ebenso für die Schriftentwicklung in Dresden.

Die dort installierte rechnergesteuerte Zeichenanlage ARISTO
mit den demnächst einsetzbaren Korrektur-Bildschirmen bieten
ein Instrumentarium, das uns Grafikern den produktiven Dialog
zwischen Mensch und Maschine ermöglicht - damit bin ich bei
unserem gemeinsamen Thema.

Hierzu kann ich foigende Erfanrungen mitteilen:

1. Die rechnergesteuerte Zeichenanlage ARiSTO reduziert die
kntwicklungsdauer einer Schrift auf etwa 10% der bisher er-
forderlichen Zeit . Damit ist zu vermeiden, daß die Schriften
schon veraltet sind, wenn sie auf dem Markt erscheinen.

2. Die Zeichenanlage macht die handwerklich aufwendige Rein-
zeichnung als Kepro-Vorlage überflüssig und reduziert die
Arbeitszeit des Gestalters ebenfalla auf etwa 10% dee bie-
herigen Aufwandes. Er sieht schneller ein Ergebnis in der
gewünschten Originalgröße, bei Textschriften alao in 9 p.

Er bleibt frischer im Urteil, kann mit weniger Hemmungen
korrigieren und sich dabei ganz auf die Funktion und Aus-
sagekraft orientieren, statt sich handwerklich zu ver-
zetteln - kurz: die gestalterische Aufgabe bleibt vorder-
gründig.

3. In einer frühen Entwicklungsphase, schon beim Probewort, kann
mit elektronischer Modifikation der Strichstärke und Lage
erprobt werden, ob sich die Schrift für den Ausbau einer
 
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