kie drei Sammlungen, die in dem vorliegenden Kataloge vereinigt
zur Versteigerung gelangen, bilden jede für sich ein fast abge-
c|y ^> schlossenes Ganzes. Jede der drei Gruppen hat einen aus-
gesprochenen spezifischen Charakter, entsprechend der sich in der einen
oder anderen Richtung äussernden Sammlerneigung ihres Vorbesitzers.
Die Reihe der alten Handzeichnungen, die Bestände der berühmten
Sammlung PETZOLD, geht in ihren Anfängen auf die goldene Zeit der
Wiener Sammeltätigkeit, auf den Beginn des 19. Jahrhunderts zurück.
"Wien, damals das Eldorado der Sammler auf graphischem Gebiete, zählte
eine kleine, doch begeisterte und zugleich vom Sammlerglück begünstigte
Gemeinde von Kunstfieunden, die es verstanden haben, Handzeichnungs-
kabinette von Weltruf anzulegen. Es dürfte genügen, hier auf die Namen
BIRKENSTOCK, Graf FRIES, MECHETTI, GAWET, HELD, CAME-
SINA u. a. hinzuweisen. Alle diese Sammlungen enthielten in ihren
Mappen Schätze, deren Reichhaltigkeit, soweit wir sie aus den über-
lieferten Auktionskatalogen kennen, uns noch heute in Staunen versetzen
muss. Eine der berühmtesten Sammlungen jener Zeit, deren Besitzer
bei den meisten einschlägigen Sammlungen des Vormärz sozusagen
zu Pate stand, war das Kabinett GRÜNLING. Die Sammlermarke
Grünlings ist noch heute ein Kennzeichen exquisiter Provenienz. Auch
die Sammlung Petzold verdankt ihre wesentliche Bereicherung dem
1823 versteigerten ersten Teile des Handzeichnungskabinetts Grünling.
Ausser Handzeichnungen und Aquarellen, unter denen sowohl alte Meister
des 15.—17. Jahrhunderts als auch zumeist gewählte Spezimina der
Alt-Wiener Kunst des 18. und 19. Jahrhunderts glänzend vertreten
sind — EIN PRACHTSTÜCK IST U. A. DIE FÜR WIELANDS
OBERON GEZEICHNETE FOLGE VON KININGER (Nr. 130),
ferner die Nr. 273 (Runk), 349 (Wiegand) etc. — enthält die Sammlung
Petzold eine Reihe der seltensten Viennensia, in Aquarell, Kupferstich
zur Versteigerung gelangen, bilden jede für sich ein fast abge-
c|y ^> schlossenes Ganzes. Jede der drei Gruppen hat einen aus-
gesprochenen spezifischen Charakter, entsprechend der sich in der einen
oder anderen Richtung äussernden Sammlerneigung ihres Vorbesitzers.
Die Reihe der alten Handzeichnungen, die Bestände der berühmten
Sammlung PETZOLD, geht in ihren Anfängen auf die goldene Zeit der
Wiener Sammeltätigkeit, auf den Beginn des 19. Jahrhunderts zurück.
"Wien, damals das Eldorado der Sammler auf graphischem Gebiete, zählte
eine kleine, doch begeisterte und zugleich vom Sammlerglück begünstigte
Gemeinde von Kunstfieunden, die es verstanden haben, Handzeichnungs-
kabinette von Weltruf anzulegen. Es dürfte genügen, hier auf die Namen
BIRKENSTOCK, Graf FRIES, MECHETTI, GAWET, HELD, CAME-
SINA u. a. hinzuweisen. Alle diese Sammlungen enthielten in ihren
Mappen Schätze, deren Reichhaltigkeit, soweit wir sie aus den über-
lieferten Auktionskatalogen kennen, uns noch heute in Staunen versetzen
muss. Eine der berühmtesten Sammlungen jener Zeit, deren Besitzer
bei den meisten einschlägigen Sammlungen des Vormärz sozusagen
zu Pate stand, war das Kabinett GRÜNLING. Die Sammlermarke
Grünlings ist noch heute ein Kennzeichen exquisiter Provenienz. Auch
die Sammlung Petzold verdankt ihre wesentliche Bereicherung dem
1823 versteigerten ersten Teile des Handzeichnungskabinetts Grünling.
Ausser Handzeichnungen und Aquarellen, unter denen sowohl alte Meister
des 15.—17. Jahrhunderts als auch zumeist gewählte Spezimina der
Alt-Wiener Kunst des 18. und 19. Jahrhunderts glänzend vertreten
sind — EIN PRACHTSTÜCK IST U. A. DIE FÜR WIELANDS
OBERON GEZEICHNETE FOLGE VON KININGER (Nr. 130),
ferner die Nr. 273 (Runk), 349 (Wiegand) etc. — enthält die Sammlung
Petzold eine Reihe der seltensten Viennensia, in Aquarell, Kupferstich

